Kostenexplosion zwingt zum Handeln Neuer Anlauf für den Marktplatzumbau in Ganderkesee

Der Marktplatz in Ganderkesee: Ob die Neugestaltung finanzierbar ist, soll jetzt eine weitere Ausschreibung der Leistungen klären. Genau 580.000 Euro stehen bereit, um Planung und Umbau des in die Jahre gekommenen „Neuen Markts“ auszuführen. Foto: Thorsten KonkelDer Marktplatz in Ganderkesee: Ob die Neugestaltung finanzierbar ist, soll jetzt eine weitere Ausschreibung der Leistungen klären. Genau 580.000 Euro stehen bereit, um Planung und Umbau des in die Jahre gekommenen „Neuen Markts“ auszuführen. Foto: Thorsten Konkel

Ganderkesee. Die nach der Kostenexplosion verschobene Umgestaltung des Ganderkeseer Markts nimmt wieder Fahrt auf. Ein neue, abgespeckte Ausschreibung ist jetzt angelaufen.

Es waren Angebote, die man ausschlagen musste: Eine Kostenexplosion hat im Juni den beschlossenen Marktplatzumbau gebremst. Jetzt rückt die Verschönerung von „Ganderkesees guter Stube“ wieder näher.

Mit fast einhelliger Rückendeckung der Ganderkeseer Politik war die Neugestaltung damals nach Ende der Ausschreibungsfrist verschoben worden, weil sich abzeichnete, dass der angestrebte Kostenrahmen so nicht eingehalten werden kann.

580.000 Euro stehen bereit

Denn genau 580.000 Euro stehen bereit, um Planung und Umbau des sichtlich in die Jahre gekommenen „Neuen Markts“ auszuführen.

Nun ist nach Auskunft von Gemeindesprecher Hauke Gruhn gerade eine neue, abgespeckte Ausschreibung angelaufen – sie dauert noch bis zum 29. August.

Anforderungen überarbeitet

Mit der nach Verwaltungsangaben „leicht modifizierten“ Ausschreibung hofft man im Rathaus, auch in Zeiten einer brummenden Baukonjunktur noch Einsparungen erzielen zu können. An der beschlossenen Konzeption für die Neugestaltung des aus den 1980ern stammenden „Neuen Markts“ soll aber ebenso festgehalten werden wie am Wunsch, noch in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen. „Wir möchten, dass die Arbeiten bis zum 31. Mai 2018 erledigt sind“, erläutert Gemeindesprecher Hauke Gruhn die Zeitvorgabe. Dieser Zeitplan setze natürlich voraus, dass die Firmen, die sich bewerben, auch genügend Kapazitäten frei haben und das Wetter mitspielt.

Verwaltung hat diverses Sparpotenzial ausgemacht

Im Bemühen, die Kosten zu senken, ohne große Abstriche zu machen, haben die Verantwortlichen unter anderem bei der Beleuchtung Einsparpotenzial ausgemacht. Allerdings, betont Gruhn, solle nicht an der Helligkeit gespart werden. „Technische Spielereien“ kämen jedoch nicht mehr infrage.

Zudem soll die Anlage der festen Beete modifiziert werden. Das „mobile Grün“ werde nicht angetastet. Ein Spielgerät für Erwachsene entfällt, für Kinder gibt’s demnach aber auch weiterhin alle vorgesehenen Spielmöglichkeiten.

13 provisorische Parkplätze

Im Vorgriff auf die Baumaßnahmen packt die Verwaltung auch das von den Kaufleuten oft und breit geäußerte innerörtliche „Parkplatzproblem“ an: An der Rathausstraße sollen laut Gemeindesprecher noch in diesem Monat 13 provisorische, zusätzliche Parkplätze ausgewiesen werden.


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