Arbeitspädagogen in Bookholzberg „Menschen über kreative Angebote fördern“

Trommeln konnten die angehenden Arbeitspädagogen in einem der vier Workshops in der Kreativwoche am Berufsförderungswerk. Foto: Kristina MüllerTrommeln konnten die angehenden Arbeitspädagogen in einem der vier Workshops in der Kreativwoche am Berufsförderungswerk. Foto: Kristina Müller

Bookholzberg. Sie spielen auf Regentonnen, malen expressionistische Bilder, trommeln afrikanische Rhythmen und führen improvisiertes Theater vor: Nach einer Kreativwoche haben Arbeitspädagogen im Berufsförderungswerk in Bookholzberg die Ergebnisse ihrer Workshops präsentiert.

„In diesen Workshops lernen sie, dass Menschen nicht nur über Arbeit gefördert werden können, sondern dass man ihre Persönlichkeit auch über kreative Angebote fördern kann“, erklärt Jörg Junge, Reha-Ausbilder und Koordinator der Kreativwoche.

Diese Kreativwoche sei ein integraler Bestandteil der Ausbildung zum Arbeitspädagogen und sei immer wieder ein Highlight für die Teilnehmer. Insgesamt 18 Monate dauere diese Ausbildung. „Das ist aber keine Umschulung, sondern eine Weiterbildung – und zwar mit sehr guten Vermittlungschancen“, betonte Junge.

„Neues wagen“

Nach der Weiterbildung seien die Arbeitspädagogen in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, in der Suchttherapie oder in der Jugendarbeit tätig. Am Ende sollen sie dort aber nicht nur Arbeit vermitteln können, sondern auch sonderpädagogische Anteile in ihre Arbeit einfließen lassen, wie Junge weiter erklärte.

Die Kreativwoche stand unter dem Motto „Neues wagen“ und so haben sich die Teilnehmer der Workshops an Dinge getraut, die sie vorher noch nie gemacht haben. „So erleben sie selbst, wie es ist, wenn man sich bewusst auf etwas Neues einlässt“, so der Ausbilder.

Ehemalige bei der Präsentation

Insgesamt 43 angehende Arbeitspädagogen konnten sich in den Workshops an Improvisationstheater, Musik auf klassischen und alternativen Instrumenten wie Konservendosen und Backblechen, Malen und Trommeln mit afrikanischen Rhythmen wagen. Angeleitet wurden sie von Künstlern, die selbst in Werkstätten oder in therapeutischen Einrichtungen arbeiten.

Selbst ehemalige Arbeitspädagogen seien zu der Präsentation gekommen, weil sie die Kreativwoche damals ebenfalls spannend fanden, freut sich Junge.


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