Vom Speiserest zum Wertstoff Refood weiht in Hude Millionen-Projekt ein

Von Reiner Haase

Der neue Refood-Betrieb in Hude kann starten. Verantwortliche der Rethmann-Gruppe, Politik und Verwaltung drücken symbolisch auf den roten Knopf: (von links) Markus Seidler und Hans-Heinrich Lüdde, beide Refood, Bürgermeister Holger Lebedinzew, die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag, Landrat Carsten Harings, Friedrich Hautkapp, Reefood, und Ehrenaufsichtsrat Norbert Rethmann. Foto: Reiner HaaseDer neue Refood-Betrieb in Hude kann starten. Verantwortliche der Rethmann-Gruppe, Politik und Verwaltung drücken symbolisch auf den roten Knopf: (von links) Markus Seidler und Hans-Heinrich Lüdde, beide Refood, Bürgermeister Holger Lebedinzew, die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag, Landrat Carsten Harings, Friedrich Hautkapp, Reefood, und Ehrenaufsichtsrat Norbert Rethmann. Foto: Reiner Haase

Hude. Das Rethmann-Unternehmen Refood verlagert den Betrieb von Altmoorhausen nach Holler-Neuenwege. Der neue Betrieb ist am Freitag feierlich eingeweiht worden.

75 Mitarbeiter der Firma Refood können vom alten Standort in Altmoorhausen in den neuen Betrieb im Industriegebiet Holler-Neuenwege an der Grenze der Gemeinde Hude zur Stadt Oldenburg umziehen. Der neue Standort, statt einen halben Hektar fast drei Hektar groß, ist gestern in einer Feier mit rund 200 Gästen aus der Wirtschaft, Politik und Verwaltung nach neun Monaten Bauzeit offiziell in Betrieb genommen worden.

Biogas, Dünger und Diesel

Refood sammelt im Umkreis von 100 Kilometern, zwischen Osnabrück und der Nordseeküste, Speisereste und überlagerte Fette ein. Sie werden auf dem neuen Gelände umgeschlagen und verarbeitet. In Biogasanlagen werden sie energetisch verwertet und in organischen Dünger umgewandelt. In der Gastronomie eingesammeltes Frittenfett wird zu Bio-Diesel verarbeitet.

Aus Abfall wird Wertstoff

Refood beziffert die Investition in den neuen Standort mit einem hohen einstelligen Millionenbetrag. „In Hude hat sich das Geschäft überaus positiv entwickelt“, berichtet Norbert Rethmann, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Rethmann-Gruppe. „Früher sind Speisereste im Abfall gelandet. Heute sprechen wir von Wertstoffströmen“, so Rethmann.

Refood soll weiter wachsen

Rethmann kündigt weiteres Wachstum der Refood-Aktivitäten in Hude an, das sich auch auf die Zahl der Mitarbeiter auswirken soll. Im Industriegebiet Holler-Neuenwege hat sich Refood überdies eine Fläche gesichert, auf der eine Biogasanlage errichtet werden könnte. „Da ist aber noch nichts spruchreif“, betont der Huder Wirtschaftsförderer Roland Arndt.

Ausbildungsfreudige Firmengruppe

„Der neue Standort stärkt Refood und den Landkreis Oldenburg“, ist Landrat Carsten Harings überzeugt. Als Faktoren nennt er Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Steuereinnahmen für Investitionen in die Infrastruktur. „Wer zum 1. August 600 neue Auszubildende begrüßt, ist auf dem richtigen Weg, die Zukunft mit Ausbildung von unten aufzubauen“, ergänzt Gert Stuke, der Präsident der Industrie- und Handelskammer Oldenburg.


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