Restaurant werktags nur noch für Hotelgäste Gasthaus Backenköhler in Stenum kündigt große Veränderung an

Sie haben das Konzept für den Stenumer Traditionsbetrieb Backenhöhler geändert: Cerstin und Uwe Vosteen setzen künftig noch stärker auf Veranstaltungen und Tagungen. Foto: Thomas DeekenSie haben das Konzept für den Stenumer Traditionsbetrieb Backenhöhler geändert: Cerstin und Uwe Vosteen setzen künftig noch stärker auf Veranstaltungen und Tagungen. Foto: Thomas Deeken

Stenum. Im Landidyll-Hotel Backenköhler in Stenum ändert sich so einiges: Ab 1. September gibt es montags bis samstags keinen öffentlichen Restaurantbetrieb mehr. Der Begriff „Landidyll“ verschwindet zum 1. Januar nächsten Jahres. Cerstin Vosteen will mehr im Betrieb präsent sein. Und Ehemann Uwe Vosteen möchte sich mehr Zeit fürs Klavierspielen und Komponieren nehmen.

Cerstin und Uwe Vosteen, Geschäftsführer des Traditionsgasthauses Backenköhler in Stenum, gehen ab 1. September neue Wege: Sie haben sich entschlossen, ihr Restaurant an Werktagen von Montag bis Samstag nur noch für Hotelgäste zu öffnen. Sonntags bleibt für alle geöffnet. Das hat das Ehepaar am Donnerstag bekannt gegeben.

„Mehr Lebensqualität für die Mitarbeiter“

„Der Schritt war nicht einfach. Wir haben uns das mehr als 100 Mal überlegt“, sagen beide, die gleich mehrere Gründe für ihre Entscheidung anführten: Vor allem wollten die beiden Geschäftsführer mehr Lebensqualität für die mehr als 100 Mitarbeiter des Hauses schaffen. Dabei gehe es unter anderem um verbesserte Arbeitszeiten, um „mehr Wertschätzung und ein gutes Miteinander sowie um mehr Menschlichkeit und weniger Stress in einem herausfordernden Arbeitsumfeld“. Darüber hinaus könne man nicht allen Gästen gerecht werden, wenn zu viel stattfindet, so die 53-Jährige. „Neben drei Hochzeiten kann ich nicht zusätzlich an fünf Tischen bedienen“, ergänzt Ehemann Uwe: „Und unterm Strich lohnt es sich auch nicht.“ Zumal der tägliche Restaurantbetrieb für alle nicht planbar sei.

Seminare und Veranstaltungen im Fokus

Das sei dagegen bei Tagungen und Veranstaltungen ganz anders. Dieser Geschäftszweig soll weiter verstärkt und dabei die Qualität noch weiter verbessert werden, versprechen die Geschäftsführer. Nach wie vor finden Seminare, Familienfeiern, Geburtstage, Betriebsfeste, Kohl- und Weihnachtspartys sowie Hochzeitsfeste statt. „Wir hatten im vergangenen Jahr und auch dieses Jahr so viele Hochzeiten wie nie zuvor. Das ist schon irre“, freut sich der 55-Jährige, der inzwischen auch einen neuen Wirkungskreis erkannt hat: „Mehr als ein Drittel der Hochzeitspaare kommt aus Bremen.“ Das besondere Ereignis: Es gebe auch freie Trauungen bei Backenköhler – so um die 20 im Jahr.

Der Begriff „Landidyll“ entfällt künftig

Darüber hinaus hat das Ehepaar weitere Veränderungen angekündigt: Zum 1. Januar 2018 wird es die Bezeichnung Landidyll-Hotel nicht mehr geben. Wie das Gasthaus künftig genau heißen wird, sei noch nicht geklärt. Ohnehin sei der Name Backenköhler am wichtigsten.

Aufgaben umverteilen

Außerdem will das Ehepaar die Aufgaben im Haus umverteilen: Sie möchte noch mehr im Unternehmen präsent sein, er will sich in Zukunft mehr Zeit für Klavierspielen und Komponieren nehmen – für einen Traum, der seit Jahrzehnten bestehe und jetzt auch gelebt werden soll. In etwa drei Wochen werde auch seine erste CD mit dem Titel „Mein Weg zu mir“ auf den Markt kommen – vor allem mit ruhiger Musik zum Chillen. „Auf Youtube sind sogar schon einige Titel zu hören. 1150 Klicks für ein Lied sind gar nicht so schlecht“, so der 55-Jährige.

Großer Workshop-Kalender

Cerstin Vosteen will sich zusätzlich mit ihrer neuen „Akademie der Achtsamen Lebenspraxis“ mit einbringen. Im nächsten Jahr soll es einen großen Seminar- und Workshop-Kalender mit Themen wie Wandel in Gesellschaft und Unternehmen, Motivation, Lebensmitte, Kreativität, Gelassenheit, Lebensfreude und Persönlichkeitsentwicklung geben.


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