Gespräch mit Reinhard Siemer „Rad- und Fußweg ab Elmeloher Kreisel wichtig“

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Der Netto-Markt in Elmeloh wird von den Bürgern gut angenommen. Jetzt hofft Reinhard Siemer, Vorsitzender des Heimat- und Ortsvereins, auf einen Radweg ab Kreisel, der am Verbrauchermarkt bis zur Straße Bökenbusch entlangführt. Foto: Thomas DeekenDer Netto-Markt in Elmeloh wird von den Bürgern gut angenommen. Jetzt hofft Reinhard Siemer, Vorsitzender des Heimat- und Ortsvereins, auf einen Radweg ab Kreisel, der am Verbrauchermarkt bis zur Straße Bökenbusch entlangführt. Foto: Thomas Deeken

Die Elmeloher hoffen auf einen Weg für Radfahrer und Fußgänger an der Elmeloher Straße – ab Kreisel, an Netto vorbei bis hin zur Straße Bökenbusch. Das hat Reinhard Siemer, Vorsitzender des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh, in der Serie „Zukunft der Ortsteile“ gegenüber dem dk gesagt

Herr Siemer, worüber haben Sie sich in diesem Jahr bisher am meisten gefreut?

Reinhard Siemer, Vorsitzender des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh: Dass unser Dorfgemeinschaftshaus wieder hergerichtet ist und wieder der Allgemeinheit zur Verfügung steht. Das ist einer Reihe von Leuten zu verdanken, die zum Teil sehr viel Zeit in die Arbeiten investiert haben. Jetzt können die vereinseigenen Gruppen wieder einziehen – die Minigruppe, die Malgruppe und der Singkreis. Außerdem eine Trauergruppe des Hospizkreises sowie der Frauengesprächskreis, der aus dem Ortsverein entstanden ist. Natürlich sind wir dankbar, dass wir überhaupt ein Dorfgemeinschaftshaus haben, das uns von der Gemeinde seit fast 30 Jahren zur Verfügung gestellt wird.

Gibt es noch mehr Erfreuliches?

Ich freue mich darüber, dass der Netto-Markt, der im Oktober eröffnet wurde, so gut angenommen wird und dass man von den Mitbürgern nur Positives hört. Erfreulich ist es auch für den Ort, dass an der Agnes-Miegel-Straße gebaut wird. Ich halte es für wichtig, dass Elmeloh mit moderatem Zuwachs für die Zukunft weiter Bedeutung hat.

Was hat Sie geärgert?

Dass die Renovierungsarbeiten des Dorfgemeinschaftshauses doch recht lange gedauert haben. Am Ende waren wir aber froh darüber, das wir etwas Schönes geschaffen haben.

Gibt es ein Dauerärgernis?

Dauerärgernis ist ein weiter Begriff. Auf jeden Fall gehören die Müllablagerungen insbesondere in Almsloh dazu. Über „Kleinigkeiten“ versuche ich mich nicht mehr aufzuregen.

Was muss langfristig aus Ihrer Sicht geändert werden?

Damit man auch weiter gut in Elmeloh leben kann, wird allgemein ein leichter Bevölkerungszuwachs gern gesehen, um den Ort am Leben zu erhalten und ihn für die Zukunft auszurichten. Dies wurde auch auf einer Bürgerversammlung im Rathaus beziehungsweise auf verschiedenen Versammlungen unseres Vereins bestätigt. Zu begrüßen wäre es auch, wenn es neben den Einfamilienhäusern auch kleinere, zentral gelegene Wohneinheiten geben würde. Wichtig ist, dass der Lebensmittelmarkt weiter gut läuft, der Kindergarten auch in Zukunft noch besteht und die Grundschule in Schierbrok langfristig erhalten bleibt. Wir hoffen auch, dass der Bürgerbus weiterhin fährt, der öffentliche Nahverkehr insgesamt verbessert wird und der Hoykenkamper Bahnhof sicher erreichbar ist.

Ein Wort zur Verkehrssicherheit?

Für uns ist es wichtig, dass an der Elmeloher Straße ab Kreisel bis hin zum Bökenbusch ein weiterer Weg für Radfahrer und Fußgänger entsteht. Das Projekt wurde unseres Erachtens bei der Sanierung der Straße schon vor rund zehn Jahren versäumt beziehungsweise aus Kostengründen fallengelassen. Und die Almsloher würden sich freuen, wenn die Verkehrssituation auf der Almsloher Straße entschärft beziehungsweise die Höchstgeschwindigkeit reduziert werden würde.

Haben Sie weitere Wünsche?

Anpflanzungen könnten das gesamte Erscheinungsbild von Almsloh und Elmeloh weiter aufwerten.

Gibt es Nachwuchssorgen im Verein?

Zur Zeit zum Glück noch nicht. Allerdings müssen wir schon auf die Bürger zugehen. Dass die Mitglieder zufrieden sind, zeigt sich dadurch, dass sie auch über Jahre hinweg Mitglied bleiben. Rückgänge haben wir in erster Linie durch Wegzüge und Sterbefälle. Mit über 700 Mitgliedern können wir sehr zufrieden sein. Und: Je stärker ein Verein ist, desto eher werden die Belange erhört.

Sind Sie mit der Entwicklung im Verein zufrieden?

Ja, ich bin durchaus zufrieden. Wir sind kein Seniorenverein, wie den Heimatvereinen oft unterstellt wird. Wir haben eine durchaus gesunde Mischung aus allen Generationen. Ich würde mir aber auch wünschen, dass die jungen Leute etwas aktiver am Vereinsleben teilnehmen würden. Über das Veranstaltungsangebot erreichen wir auch einen Zuwachs an Mitgliedern. Leider bleibt oft zu wenig Zeit, Neubürger für den Verein zu werben.

Was stellen Sie denn so auf die Beine?

Da machen wir recht viel: angefangen bei der Jahreshauptversammlung, dem Osterfeuer und der Aktion „Saubere Landschaft“ über die Fahrradtour am 30. Juli und den Laternenumzug am 27. Oktober bis hin zur Veranstaltung am Volkstrauertag am 19. November und der Weihnachtsfeier für Senioren am 2. Dezember. In anderen Jahren gibt es noch ein Dorffest beim Dorfgemeinschaftshaus sowie ein klassisches Konzert auf einer Diele in Almsloh – nicht nur für Mitglieder, sondern auch für andere Gäste.

Warum leben Sie gerne dort, wo Sie leben?

Almsloh - hier ist meine Heimat, hier ist mein Zuhause.

Gibt es Tipps von Ihnen, was sich Ortsfremde auf jeden Fall bei Ihnen anschauen müssen?

Den Ortskern Almsloh, die Wassermühle mit den Welse-Niederungen, aber auch die alte Elmeloher Schule, die heute als Kindergarten beziehungsweise als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird – mit dem umliegenden Garten, der auch der Öffentlichkeit zugänglich ist.


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