Grundwasserstand sinkt in Grossenkneten Bei Grundwasserschutz Etappenziel erreicht

Neun Seiten Ergebnisprotokoll zur weiteren Bearbeitung: Der Wasserversorgungsexperte Günter Wolters und der Mediator Peter Brieber haben die Arbeitsgruppe „Wasserbedarf“ moderiert. Foto: OOWV/Gunnar MeisterNeun Seiten Ergebnisprotokoll zur weiteren Bearbeitung: Der Wasserversorgungsexperte Günter Wolters und der Mediator Peter Brieber haben die Arbeitsgruppe „Wasserbedarf“ moderiert. Foto: OOWV/Gunnar Meister

Grossenkneten. Baumsterben und fallende Gewässerpegel werden mit Trinkwasserbrunnen in Großenkneten verknüpft. Bei der Ursachenforschung ist ein Etappenziel erreicht.

Ernsthaft ist in der Arbeitsgruppe „Wasserbedarf“ des Runden Tisches zum Wasserhaushalt in Großenkneten und Emstek diskutiert worden, die Trinkwasserleitungen des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) nach Delmenhorst zu kappen. „So einfach ist das nicht“, lautete schließlich das Urteil, „dem Wunsch stehen rechtliche Verpflichtungen entgegen“ – auch wenn Delmenhorst einem Ausstieg nicht abgeneigt wäre, um zur Schonung der Graftanlagen wieder mehr eigenes Wasser zu fördern. Der OOWV stellte klar, dass er keinen unmittelbaren Einfluss auf die Pläne zur künftigen Wasserversorgung hat. Die ganze Region bis hinauf nach Nordenham sei seit 1948 in einer Solidargemeinschaft zusammengeschweißt.

Vorarbeit an fünf langen Abenden

Immer lauter erhobene Klagen über sterbende Bäume, trockengefallene Kleingewässer und fallenden Pegel an der Lethe und den von ihr versorgten Ahlhorner Fischteichen haben im letzten Jahr zur Bildung des Runden Tisches geführt. Die Arbeitsgruppe „Wasserbedarf“ hat an fünf langen Abenden Informationen gesammelt und teils auch kontrovers diskutiert. Die Ergebnisse sind jetzt in einer Abschlussrunde mit 40 Teilnehmern zusammengefasst worden. Das neun Seiten umfassende Papier geht an eine zweite Arbeitsgruppe des Runden Tisches, die sich mit den Ursachen für die niedrigen Grundwasserstände und mit den Folgen für die Umwelt befasst.

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Grundwasser für die Wesermarsch-Industrie

Äußerst kritisch wurde die OOWV-Information aufgenommen, dass große Wassermengen aus dem Raum Großenkneten nach Nordenham gehen, die Hälfte davon in die Industrie. Grund ist der hohe Salzgehalt des Grundwassers in der Wesermarsch. Im Ergebnispapier taucht daher die Forderung nach alternativen Versorgungsmöglichkeiten für das produzierende Gewerbe auf. Technische Machbarkeit, Bezahlbarkeit und die rechtlichen Grundlagen stünden dem entgegen. Immerhin: Der OOWV ist in Nordenham in ein Forschungsprojekt für die Aufbereitung von Abwasser zu Brauchwasser eingebunden.


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