Fertigstellung im November? Ganderkeseer Marktplatz wird teurer als geplant

Die festen Elemente auf dem Marktplatz sind bald Geschichte. Sie sollen gegen mobiles Grün ausgetauscht werden.Der Wochenmarkt bleibt dort, wo er immer gewesen ist. Foto: Thomas DeekenDie festen Elemente auf dem Marktplatz sind bald Geschichte. Sie sollen gegen mobiles Grün ausgetauscht werden.Der Wochenmarkt bleibt dort, wo er immer gewesen ist. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Die ursprünglich veranschlagten Kosten in Höhe von 400.000 Euro für die Umgestaltung des Ganderkeseer Marktplatzes werden nach Angaben von Gemeindesprecher Hauke Gruhn nicht ausreichen. Er rechnet mit einem Mehrbedarf von 100.000 bis 150.000 Euro.

Die Umgestaltung des Ganderkeseer Marktplatzes wird teurer als zuvor erwartet. Das hat Gemeindesprecher Hauke Gruhn auf dk-Nachfrage mitgeteilt. „Es ist relativ sicher, dass die ursprünglich veranschlagten Kosten von 400.000 Euro nicht ausreichen und ein Mehrbedarf von 100.000 bis 150.000 Euro zu erwarten ist“, so Gruhn weiter. Allerdings habe es bei der zunächst eingeplanten Summe zunächst auch nur um eine sehr grobe Schätzung gehandelt. Mit welchen Kosten insgesamt tatsächlich zu rechnen ist, soll Anfang Mai feststehen, wenn nach der Ausschreibung die konkreten Angebote der Firmen vorliegen.

Laut Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, waren Ganderkesee allerdings auch Zuwendungen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) in Aussicht gestellt worden. Das Projekt sei der zuständigen Förderstelle bereits konkret vorgestellt worden. Es werde eine Förderung in Höhe von 90 Prozent erwartet – höchstens aber 415.000 Euro, hatte Meyer im Februar mitgeteilt.

Statt Ende Oktober Ende November anvisiert

Eine Planänderung gibt es beim Termin der Fertigstellung: Ursprünglich war Ende Oktober anvisiert worden. Nach Angaben von Henning Kahl, Fachdienstleiter Tiefbau, ist nach jetzigem Stand voraussichtlich Ende November alles fertig. Laut aktueller Bauplanung starten die Umbaumaßnahmen frühestens im Juni. „Bis spätestens Ende Juli müssen die Arbeiten aber begonnen haben“, so der Gemeindesprecher.

Mobiles Grün statt fester Elemente

Nach den jüngsten Vorschlägen aus der Politik ist der Entwurf von Volker Kreye für den Ganderkeseer Marktplatz noch einmal modifiziert worden. Grafik: Gemeinde Ganderkesee

Für die höheren Kosten sind Kahl zufolge mehrere Faktoren verantwortlich – unter anderem der Umbau der Aus- und Einfahrten von und auf die Rathausstraße sowie der Abbau der festen Hochbeete, die künftig durch mobiles Grün ersetzt werden sollen. Darüber hinaus müssten auch neue Versorgungsleitungen gelegt werden. Außerdem seien noch einige Anregungen seitens der Politik in die Planung mit aufgenommen worden: zum Beispiel ein Standort für Ladestationen für E-Bikes- und Elektrofahrzeuge in der Nähe des Reisebüros sowie ein Standort für eine Fahrradpumpe bei den Fahrradanlehnbügeln. Und auch der Spielplatz Richtung Wittekindstraße soll besser von der Einfahrt abgegrenzt werden, sodass Kinder sicher spielen können.

Wochenmarkt bleibt

Auf dem Marktplatz, auf dem auch während der Umbauzeit weiterhin der Wochenmarkt vorgesehen ist, soll es künftig 13 Parkplätze geben, zwei davon als Behindertenplätze angelegt. Alle Flächen werden durch Markierungsnägel voneinander abgegrenzt. Der Klinker bleibt und wird nach Angaben von Kahl auf den frei werdenden Bereichen durch einen noch rutschfesteren Stein ergänzt. „Das heißt allerdings nicht, dass der derzeitige Klinker schlecht ist“, so der Tiefbau-Experte.

22 Parkflächen

Insgesamt gesehen werden die Parkflächen von 27 auf 22 reduziert. Im östlichen Teil Richtung Famila entsteht der Aufenthaltsbereich mit Gastronomie, Wasserspielen, Spiel- und Bewegungsgeräten und mehreren Sitzbänken. Weil künftig mobiles Grün aufgestellt wird, lässt sich die Fläche des Marktplatzes zukünftig auch auf mehr als 1000 Quadratmeter vergrößern – für Konzerte, Feste und andere Aktionen.


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