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FDP-Spitzenkandidat für Bundestagswahl Christian Dürr aus Ganderkesee auf Platz eins gewählt

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Mit 91,34 Prozent auf Listenplatz eins gewählt: Christian Dürr aus Ganderkesee ist in Niedersachsen der FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl. Foto: Marion VosteenMit 91,34 Prozent auf Listenplatz eins gewählt: Christian Dürr aus Ganderkesee ist in Niedersachsen der FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl. Foto: Marion Vosteen

Ganderkesee/Braunschweig. Es war wie erwartet: Christian Dürr aus Ganderkesee, Fraktionschef der FDP im Niedersächsischen Landtag, ist in Niedersachsen der Spitzenkandidat der Liberalen für die Bundestagswahl am 24. September dieses Jahres. Beim Landesparteitag in Braunschweig erhielt er am Sonntag 91,34 Prozent der Stimmen.

„Wenn die FDP in den Deutschen Bundestag einzieht – und da gehe ich fest von aus –, bin ich mit dabei. Das ist sicher.“ Das hat Christian Dürr aus Ganderkesee, Fraktionschef der Liberalen im Niedersächsischen Landtag, am Sonntag nach dem Landesparteitag in Braunschweig betont. Dort wurde der 39-Jährige zum FDP-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl am 24. September dieses Jahres gewählt. Er erhielt 91,34 Prozent der Stimmen.

Bestes Ergebnis aller Kandidaten

„Ich freue mich über den wahnsinnigen Vertrauensbeweis“, sagte Dürr gegenüber dem dk. Er habe das beste Ergebnis aller Kandidaten erhalten. Zwölf wurden direkt gewählt.

Einsatz für „arbeitende Mitte“

Der Ganderkeseer kündigte an, sich unter anderem für die „arbeitende Mitte“ einzusetzen. Dabei gehe es einerseits um eine Steuerentlastung, andererseits um eine fairere Behandlung von Familien, die viel Geld für die Betreuung ihrer Kinder zahlen müssen. Er fordert die Abschaffung der Elternbeiträge für Kindergärten auch im ersten und zweiten Kindergartenjahr.

Vernetzung der Behörden gefordert

Wichtig ist dem Spitzenkandidaten auch das Thema innere Sicherheit. Er fordert mehr Polizisten und eine bessere Vernetzung der Behörden. „Die Gefährder müssen überwacht werden“, so Dürr, der sich bei der Sicherheit für die Bürger aber nicht nur auf den Bereich Terrorismus, sondern beispielsweise auch auf Einbrecherbanden bezieht. Er erklärte außerdem, man brauche keine neuen Gesetze. Die derzeitigen Gesetze reichten aus, sie müssten allerdings auch angewendet werden.

„Deutschland hinkt im Breitbandausbau hinterher“

Der Ganderkeseer setzt darüber hinaus auf umfassende Digitalisierung. „Deutschland hinkt im Breitbandausbau in Europa hinterher. Wir sind zu langsam“, schimpft der FDP-Politiker, der sich zudem für ein modernes Einwanderungsgesetz starkmachen will. „Zurzeit haben wir ein großes Kuddelmuddel. Wir brauchen ein neues Gesetz, um dem Fachkräftemangel begegnen zu können.“

Wahlkampf um Wahlkreis 28

Dürr, der seit Februar auch Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Oldenburg ist, wird den Wahlkampf im Wahlkreis 28, Delmenhorst/Oldenburg -Land/Wesermarsch, aufnehmen. Konkurrenten sind Susanne Mittag (SPD) und voraussichtlich Astrid Grotelüschen (CDU), die sich am kommenden Freitag als bisher einziger Bewerber bei den Christdemokraten zur Wahl stellt.

Sollte Dürr in den Bundestag einziehen, würde er seinen Posten an der Spitze seiner Fraktion im Landtag abgeben. Voraussichtlich würde dann sein Stellvertreter und FDP-Landeschef Stefan Birkner die Position vorerst übernehmen. Knapp vier Monate nach der Bundestagswahl, am 14. Januar 2018, wird ohnehin ein neuer Landtag in Niedersachsen gewählt.


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