Katastrophen-App für das Smartphone App schlägt nun auch Alarm bei Gefahren im Landkreis Oldenburg


Landkreis Oldenburg. Wenn es im Landkreis Oldenburg zum Chemieunfall kommt oder die Schule ausfällt, vibriert bei Nutzern der neuen App „Biwapp“ künftig das Handy. Die neue Software soll Menschen über das Smartphone auf Gefahren hinweisen.

Über die gängigen Appstores der Betriebssysteme lässt sich die App kostenfrei herunterladen. In dem Menü der Software legen die Nutzer einen Ort und einen dazugehörigen Umkreis fest, in dem sie über Gefahrenlagen informiert werden wollen. Auch, über welche Art von Ereignisse der Bewohner des Landkreises informiert werden möchte, kann er sich dort aussuchen.

Großbrände, Hochwasser, Tierseuchen oder Schulausfall: Derzeit dominieren die aktuellen Meldungen zur Geflügelpest das Nachrichtenmenü in der Informationsapp. Auch über gesperrte Straßen oder Verkehrsunfälle schickt die Software Nachrichten.

Ergänzung zu bestehenden Kommunikationswegen

Die App „ersetzt die bisherigen Informationskanäle nicht, sondern stellt ein Zusatzangebot dar“, teilte Kreissprecher Oliver Galeotti mit. Konventionelle Warnsysteme werden beibehalten. Bislang wird die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten über Medien wie Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen informiert. Trotz der neuerdings geschlossenen Kommunikationslücke via Smartphone wollen die Behörden im Notfall auch nicht von Durchsagen mit Lautsprechern ablassen.

Notruf über die App

„Biwapp“ steht für „Bürger Info & Warn App“. Das Programm gibt es schon länger. Nun hat sich auch der Landkreis Oldenburg dieser Applikation angeschlossen, um seine Bürger rechtzeitig über moderne Kommunikationswege zu informieren. „Die einfache und intuitive Bedienung für den Nutzer und die Katastrophenschutz-Behörde ist ein Kriterium bei der Auswahl der App gewesen“, erklärte Kreissprecher Gaelotti.

Die Software bietet eine weitere nützliche Funktion: Nutzer können direkt über App einen Notruf bei der Polizei oder der Feuerwehr absetzen. Das Programm ermittelt dann über GPS den Standort des Betroffenen, sodass dieser beim Notruf die Adresse oder die Koordinaten direkt mit angeben kann.

In Delmenhorst wurde die App vor gut einem Jahr etabliert. Das Notfallsystem kommt bei den Menschen gut an, die Rückmeldungen an die Behörden seien bislang sehr positiv. Die Feuerwehr geht dort davon aus, dass etwa fünf Prozent der Bevölkerung Biwapp aufs Handy laden. Durch Mundpropaganda oder eine andere Art der Weitergabe einer Information könne sich der Erreichungsgrad vervierfachen.


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