Klares Votum für Umgestaltungsplan Ganderkeseer Marktplatz soll ab Juni umgebaut werden

Von Thomas Deeken

Eventplaner Manfred Neugebauer hatte schon vor Jahren darauf hingewiesen, wie störend die festen Elemente mitten auf dem Neuen Markt sind. Künftig ist dort „mobiles Grün“ vorgesehen. Archivfoto: Th. DeekenEventplaner Manfred Neugebauer hatte schon vor Jahren darauf hingewiesen, wie störend die festen Elemente mitten auf dem Neuen Markt sind. Künftig ist dort „mobiles Grün“ vorgesehen. Archivfoto: Th. Deeken

Ganderkesee. Die Umgestaltung des Neuen Marktes in Ganderkesee rückt nach jahrelanger Diskussion immer näher: Am Mittwochabend haben die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung mehrheitlich bei einer Gegenstimme der Grünen für die Ausführungsplanung gestimmt, die das Ingenieurbüro Kördel & Partner aus Delmenhorst erarbeitet hat.

Angepeilter Umbaubeginn ist Anfang Juni. Ende Oktober dieses Jahres soll alles fertig sein, so Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung.

„Mobiles Grün“ statt fester Elemente

Meyer hatte zunächst auf einige wichtige Eckpunkte bei diesem neu ausgearbeiteten Plan hingewiesen , der auf der Basis des Entwurfes von Galabau-Chef Volker Kreye entstanden ist: Parken wird künftig auch auf dem westlichen Teil des Platzes möglich sein, wenn kein Wochenmarkt oder irgendeine andere Veranstaltung stattfindet. Ein- und Ausfahrten zu den Parkflächen soll es über Grüner Weg und Rathausstraße geben. Die Zahl der Parkplätze wird insgesamt von 27 auf 22 Flächen reduziert. Und: Östlicher und westlicher Teil werden durch „mobiles Grün“ statt fester Elemente voneinander getrennt. Das bedeutet: Für Konzerte und andere größere Aktionen lässt sich die Fläche des Marktplatzes in Zukunft auch auf mehr als 1000 Quadratmeter vergrößern.

SPD und CDU: Planung sehr gelungen

Michael Sorg von den Grünen wollte sich nicht noch einmal zu diesem Projekt äußern. SPD- und CDU-Fraktion sprachen dagegen von einer insgesamt „sehr gelungenen Planung“. Ralf Wessel (CDU) merkte lediglich an, ob man nicht doch lieber Bänke in Holzoptik statt aus Holz anschaffen sollte, weil sie dann möglicherweise einfacher zu pflegen seien. Und Rolf Oetken (SPD) hält es für sinnvoll, einen zweiten oder dritten Behindertenparkplatz einzurichten.

FDP-Wunsch: Es soll schnell losgehen

Marion Daniel, Fraktionschefin der FDP, sieht insgesamt „einen guten Kompromiss“. „Unser einziger Wunsch ist es, dass es mit dem Umbau ganz schnell losgeht“, so die Ratsfrau.

Freie Wähler nicht mit allem glücklich

Arnold Hansen, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, „ist nicht mit allem glücklich – letztendlich müssen wir aber einen Kompromiss finden“. Das Aufstellen von Bewegungsgeräten halten die Freien Wähler für „weggeworfenes Geld“, dafür freuen sie sich über die mobilen Elemente zwischen dem Wochenmarkt-Platz und dem östlichen Teil mit Gastronomiebereich und Kinderspielplatz.

Beleuchtung wird ebenfalls erneuert

Fachbereichsleiter Meyer wies darauf hin, dass es noch eine neue Beleuchtung geben soll. Details würden noch nicht feststehen. Außerdem will die Firma Kreye in Kürze Vorschläge machen, wie die Beete künftig begrünt werden sollen. Auf einen Vorschlag von SPD-Ratsfrau Erika Schröter ging Meyer ebenfalls ein: Eine Luftpumpenstation für Räder ließe sich eventuell bei den Fahrradständern einrichten – dort, wo auch eine E-Bike-Ladestation möglich ist.

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