Niedersachsenweiter Wettbewerb Kurzfilm von Ganderkeseer Schülern landet in Top Ten


Ganderkesee. Schüler aus Ganderkesee haben es mit einem Filmprojekt in einem landesweiten Kurzfilm-Wettbewerb bis unter die besten Zehn geschafft. Ob „Platt rettet die Welt“ der beste Schüler-Kurzfilm aus Niedersachsen wird, entscheidet sich am 8. Februar.

Dann fahren die Schüler, die an der Entstehung des Streifens mitgewirkt haben, zur großen Film-Gala ins Astor Grand Cinema nach Hannover. Dort wird das endgültige Ergebnis verkündet, teilte die Gemeinde mit. Der landesweite Filmwettbewerb soll die Inklusion an Niedersachsens Schulen fördern.

Einen Kurzfilm auf Plattdeutsch zu produzieren, war eigentlich „nur“ als Projekt für die Plattdüütsche Week im vergangenen November vorgesehen. „Die Nachfrage war aber so groß, dass das Projekt aus diesen Schuhen ganz schnell herausgewachsen ist“, sagt Meike Saalfeld von der Gemeindeverwaltung. Neben 61 anderen Schülergruppen hatten die Mitwirkenden den Film schließlich bei dem Filmwettbewerb unter dem Motto „Ganz schön ungerecht“ eingereicht.

Außerirdische scheitern am Plattdeutschen

15 Schüler aller Ganderkeseer Schulformen hatten an dem Projekt mitgewirkt und den Kurzfilm an fünf Drehterminen „in den Kasten“ bekommen. Arne Osolin, betreuender Lehrer des Projekts, äußert sich begeistert über den Zusammenhalt in dem Team. „Man konnte nicht mehr unterscheiden, wer von der Förderschule und wer vom Gymnasium kommt. Genauso funktioniert Inklusion“, sagt er.

Die Schüler hätten selbst die Richtung vorgegeben und viele eigene Ideen umgesetzt. „Platt rettet die Welt“ handelt davon, wie Außerirdische auf der Erde landen und unter den Menschen bewusst Zwietracht sähen, in Ganderkesee jedoch wegen sprachlicher Besonderheiten scheitern.

Yared Dibaba wirkt mit

„Wir kannten uns vorher alle nicht“, erzählt Lara, „wie wir das hinbekommen haben, ist einfach toll“. Die Elfjährige und andere Darsteller spielen teils auch in Speelkoppeln und niederdeutschen Theatern. „Vor der Kamera war es doch mal etwas anderes“, sagt Sören, der einen Außerirdischen und einen Schüler spielte.

Die Plattdeutschbeauftragte des Landkreises Angela Hillen hat sich für prominente Unterstützung stark gemacht. So spricht der aus Falkenburg stammende Moderator Yared Dibaba den Aufsager im Vorspann. Lob gab es auch von Ganderkesees Plattdeutschbeauftragtem Dirk Wieting.

Chance auf Zuschauerpreis

Sollte es für den Kurzfilm der Ganderkeseer nicht für Platz 1 reichen, so haben die Schüler dennoch noch Chancen auf einen Preis. Seit Sonntag ist der Film bei Youtube zu sehen. Wer dort die meisten „Likes“ erhält, bekommt einen Zuschauerpreis.


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