Wechsel beim Rettungsdienst Malteser in Ganderkesee „keine Lösung zweiter Klasse“

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Freuen sich über einen nahtlosen Übergang im Rettungsdienst in Ganderkesee: (von links) Dr. Peter Günther, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Oldenburg, Markus Wegner, Rettungswachleiter in der Gemeinde Ganderkesee, Ordnungsamtsleiterin Sonhild Lindemann und Frank Flake, Dienststellenleiter Rettungsdienst/Krankentransport bei den Maltesern. Foto: Thomas DeekenFreuen sich über einen nahtlosen Übergang im Rettungsdienst in Ganderkesee: (von links) Dr. Peter Günther, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Oldenburg, Markus Wegner, Rettungswachleiter in der Gemeinde Ganderkesee, Ordnungsamtsleiterin Sonhild Lindemann und Frank Flake, Dienststellenleiter Rettungsdienst/Krankentransport bei den Maltesern. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee/Bookholzberg. In der Gemeinde Ganderkesee haben die Malteser den Rettungsdienst vom DRK übernommen. Es wird aber vorerst nur eine Interimslösung bis voraussichtlich September 2017 sein.

Der Rettungsdienst der Malteser hat am Donnerstag die Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Gemeinde Ganderkesee abgelöst und wird voraussichtlich bis September nächsten Jahres für die Rettung von Menschen in Not zuständig sein. „Wir fahren aber nicht mit angezogener Handbremse, weil es sich zunächst einmal nur um eine Interimslösung handelt“, versprach Frank Flake, Dienststellenleiter Rettungsdienst/Krankentransport der Malteser, aus Oldenburg, am Donnerstag bei der Übergabe an der Urneburger Straße. Die Malteser würden nicht abwarten, was die europaweite Ausschreibung für eine dauerhafte Vergabe bringe. Es gebe keine Lösung zweiter Klasse, hieß es seitens der Malteser.

Dr. Günther spricht von „Riesenerleichterung“

Wie berichtet war dem DRK der Dienst wegen Abrechnungsbetrugs seitens des Kreisverbandes entzogen worden. Daraufhin haben zumindest für die nächsten Monate die Malteser für Ganderkesee und Bookholzberg übernommen. Sonhild Lindemann, Leiterin des Ordnungsamtes beim Landkreis Oldenburg, freute sich, dass der Übergang so gut geklappt habe. Dr. Peter Günther aus Stenum, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis, sprach von einer „Riesenerleichterung“.

Malteser Rettungsdienst zertifiziert

Neuer Leiter der Rettungswachen in der Gemeinde ist Markus Wegner aus Osnabrück. Neu in der Gemeinde ist auch Sven Strahlendorff aus Harpstedt, der für das Qualitätsmanagement zuständig ist. Das heißt: Laut Flake ist der Harpstedter dafür verantwortlich, dass die Qualitätsvorgaben in den Wachen Ganderkesee und Bookholzberg auch umgesetzt werden. Bereits seit 1998 ist der Malteser Rettungsdienst eigenen Angaben zufolge nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

35 Mitarbeiter im Einsatz

Im Gebäude an der Urneburger Straße in Ganderkesee, in dem sich die Malteser ab sofort die Räume mit der Ganderkeseer DRK-Ortsgruppe teilen, die allerdings nichts mit dem Rettungsdienst zu tun habe, seien pro Schicht mindestens vier Kräfte im Einsatz, so Flake und Günther. Insgesamt gebe es rein rechnerisch 23 Vollzeitstellen, aufgeteilt auf 35 Mitarbeiter. Ein großer Teil von ihnen habe noch vor Kurzem für das DRK gearbeitet, habe aber jetzt gewechselt.

Rettungsassistent und Notarzt in Bookholzberg

In Bookholzberg werde es weiterhin rund um die Uhr einen Rettungsassistenten und einen Notarzt geben, informierte Günther. Rund 30 Ärzte gehörten zum Pool.

Insgesamt drei Fahrzeuge

Zwei Fahrzeuge, die demnächst noch die Malteser-Beschriftung erhalten, seien vom Roten Kreuz übernommen worden: der Notarztwagen für Bookholzberg sowie ein Rettungswagen für Ganderkesee. Außerdem gebe es ein komplett neues Fahrzeug der Malteser, das zweite dieser Art im Landkreis, das unter anderem über eine elektrohydraulische Trage verfüge. Kosten mit allem Drum und Dran, so Flake: rund 180.000 Euro.

Mehr über den Rettungsdienst in der Gemeinde Ganderkesee lesen Sie hier.


Wegen des Wechsels beim Rettungsdienst vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) hin zu den Maltesern wird es am Samstag, 31. Dezember, eine Abschiedsveranstaltung in der Rettungswache an der Urneburger Straße 6a geben. Eingeladen sind alle interessierten Bürger, Wegbegleiter aus den Gemeinden und der Politik sowie Freunde des DRK, heißt es in einer Mitteilung des DRK-Kreisverbandes Oldenburg-Land. Bei der zweistündigen Zusammenkunft, die um 11 Uhr beginnt, soll der Rettungsdienst gebührend verabschiedet und ein Einblick in die fortbestehende haupt- und ehrenamtliche Arbeit gewährt werden. In Hude, wo die Johanniter übernehmen, ist eine Abschiedsveranstaltung an Silvester zwischen 16 und 18 Uhr geplant. Treffpunkt ist die Rettungswache an der Parkstraße 55b.

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