Fall im Landkreis Oldenburg Geflügelpest in Dötlinger Betrieb ausgebrochen

Geflügelpest: Die gesamte Gemeinde Dötlingen wurde zum Sperrbezirk erklärt. Foto: Paul Zinken/dpaGeflügelpest: Die gesamte Gemeinde Dötlingen wurde zum Sperrbezirk erklärt. Foto: Paul Zinken/dpa

Delmenhorst. In der Gemeinde Dötlingen (Landkreis Oldenburg) ist in einem Mastbetrieb die Geflügelpest ausgebrochen. Die gesamte Gemeinde wurde zum Sperrbezirk erklärt.

In einem Geflügelbestand in der Gemeinde Dötlingen ist nach Eingang eines Laborbefundes der Ausbruch der Geflügelpest festgestellt worden. Das teilte der Landkreis Oldenburg jetzt mit. In dem Puten-Maststall werden nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums 10 000 Tiere mit Gas getötet und anschließend in einem Spezialbetrieb verbrannt, damit sich das Virus nicht weiter ausbreiten kann. In dem Stall war der Erreger H5N8 festgestellt worden. Für Menschen gilt das Geflügelpest-Virus als ungefährlich. In Dötlingen gibt es laut Ministerium 91 Betriebe mit rund einer Million Geflügeltieren. Zwei weitere Ställe in unmittelbarer Nähe des betroffenen Hofes werden ebenfalls überprüft. Es liegen aber noch keine Ergebnisse der Untersuchungen vor, sagte der Ministeriumssprecher. Im gesamtem Gebiet der Gemeinde Dötlingen gilt ein sogenanntes „72-Stunden-Stand-Still“: Im Zeitraum vom 24.12.2016, 16 Uhr, bis zum 27.12.2016, 16 Uhr, sind laut der Mitteilung sämtliche Beförderungen von Geflügel, von diesen gewonnenen Erzeugnissen oder tierischen Nebenprodukten, untersagt – mit Ausnahme des Durchgangsverkehrs auf der Bundesautobahn A 1.

Wassergeflügel als Überträger

Der Kreis bekräftigt: Die Geflügelpest ist eine sehr leicht übertragbare Viruserkrankung bei Geflügel mit schneller Verbreitung über größere Gebiete und sehr hoher Erkrankungsrate beim Geflügel. Alle Vögel können Überträger sein, insbesondere wild lebendes Wassergeflügel kommt als Virusüberträger in Betracht – Wasservögel erkranken oft nicht an Geflügelpest. Die Übertragung erfolgt auch leicht über Personen und Fahrzeugverkehr. Für den Menschen besteht keine Gefahr. Die durch die Geflügelpest verursachten wirtschaftlichen Schäden sind enorm. Es ist sehr wichtig, die Verbreitung dieser Tierseuche zu verhindern. Jeder Verdacht einer Geflügelpest-Erkrankung muss sofort dem Veterinäramt gemeldet werden. Unter der Homepage www.oldenburg-kreis.de finden Betroffene unter „Veterinäramt-Aktuelles“ nähere Informationen zur Geflügelpest.


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