Diskussion im Verkehrsausschuss Ganderkeseer Bürger sollen bei Verkehrsplan mitreden

Bei der Abstimmung im Ganderkeseer Ausschuss für Straßen und Verkehr sind die Grünen mit ihrem Antrag gescheitert, eine Zielsetzung für den Verkehrsentwicklungsplan zu formulieren. Symbolfoto: Ralph PetersBei der Abstimmung im Ganderkeseer Ausschuss für Straßen und Verkehr sind die Grünen mit ihrem Antrag gescheitert, eine Zielsetzung für den Verkehrsentwicklungsplan zu formulieren. Symbolfoto: Ralph Peters

Ganderkesee. Die Grünen sind am Mittwochabend im Ausschuss für Straßen und Verkehr mit ihrem Antrag gescheitert, eine genaue Zielsetzung für den Verkehrsentwicklungsplan in der Gemeinde Ganderkesee festzulegen. Nur die Ratsherren Dr. Volker Schulz-Berendt und Jens Volbert konnten sich für ihren Antrag erwärmen, elf Ausschussmitglieder sagten nein. „Wir sollten erst die Ergebnisse des Ingenieurbüros Dr. Schwerdhelm & Tjardes abwarten und dann über die Zielsetzung diskutieren“, sagte Günter Westermann (CDU).

Wegen der vielen Detail-Vorschläge der Ganderkeseer bei der Online-Befragung plant die Verwaltung für Januar nächsten Jahres zwei Bürgerversammlungen zum Verkehrsentwicklungsplan – eine für den nördlichen Bereich, die andere für den Süden. Im März soll der Entwurf des Plans unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Bürgerbeteiligungen im Verkehrsausschuss vorgestellt werden, bevor zwischen Ende März und Anfang April eine weitere Online-Beteiligung vorgesehen ist. Der weitere Fahrplan: erneut zwei Bürgerbeteiligungen und Vorstellung des endgültigen Entwicklungsplans im Sommer 2017.

Gesamtkonzept für Radwege gefordert

Beim Thema Bau eines Radweges an der Straße Ohe in Bergedorf konnte sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder mit dem Verwaltungsvorschlag anfreunden, möglicherweise erst im Rahmen des Nachtragshaushaltplans für 2017 wieder zu beraten. Zwischenzeitlich sollten Alternativ-Strecken für Radfahrer an der Straße Hinter den Bräken oder am Steinweg geprüft werden. In diesem Zusammenhang forderte Schulz-Berendt von den Grünen erneut ein Gesamtkonzept für Radwege in der Gemeinde. Darüber hinaus sprach er sich wegen des hohen Unfallrisikos durch den Schwerlastverkehr für eine Einbahnstraßenregelung für die Alte Dorfstraße und die Straße Ohe aus. Dazu die Verwaltung: „Die Voraussetzungen dafür liegen nicht vor.“

Mehr Geld für Wirtschaftswegebau gefordert

Beim Thema Haushalt für 2017 wies Westermann auf einen kurzfristig gestellten Antrag der CDU hin. Die Fraktion fordert, für den Wirtschaftswegebau weitere 100.000 Euro einzustellen, „weil viele ländliche Wege in einem desolaten Zustand sind“.

Wartehäuschen vergessen?

Darüber hinaus wunderte sich FDP-Fraktionschefin Marion Daniel darüber, dass bei der Bushaltestelle an der Volksbank in Bookholzberg, wo künftig die neue Bürgerbus-Linie 223 halten soll, anscheinend das Wartehäuschen vergessen wurde. Dazu Peter Meyer, Fachbereichsleiter Entwicklungsplanung: „Das war nie in der Planung.“ Jetzt soll geprüft werden, was sich im Nachhinein tun lässt.


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