Diskussion in Verkehrsausschuss Kreisel in der Gemeinde Ganderkesee sind nicht vom Tisch


Ganderkesee. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses haben am Mittwochabend zur Kenntnis nehmen müssen, dass zwei Kreisverkehrsplätze in der Gemeinde Ganderkesee nicht förderfähig sind. Beschlüsse dazu gab es nicht. Das heißt aber auch: Das Thema Kreisel ist nicht vom Tisch.

Eigentlich wollte Heinz-Peter Häger von der SPD-Fraktion am Mittwochabend gar nichts zum Thema Umbau der Kreuzung Oldenburger Straße/Westtangente/Am Welsetal zu einem Kreisverkehr sagen, weil ein Antrag der Sozialdemokraten bei den Ausschussunterlagen nicht berücksichtigt wurde. Dann aber wies er im Ausschuss für Straßen und Verkehr doch noch auf die Gefährlichkeit dieses Bereiches hin und untermauerte die Sicht der SPD : Die möchte nämlich wegen vieler Unfälle – zum Teil mit tödlichem Ausgang – einen Kreisverkehr an dieser Stelle. Das sahen einige Bürger in der Fragestunde zu Beginn der Ausschusssitzung ebenfalls so.

Ministerium gegen Förderung

Im Ausschuss ging es allerdings nicht darum, Beschlüsse zu fassen, sondern lediglich darum, die Mitteilung anzuhören, dass das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr keinen Anlass sieht, einen Kreisverkehr finanziell zu fördern. Daraufhin kam der Vorschlag der Verwaltung, zunächst von weiteren Planungen abzusehen. Damit sei das Thema aber auch nicht vom Tisch, wie das Wort „zunächst“ andeutet.

Erst Verkehrsentwicklungskonzept abwarten

Das gilt auch für einen möglichen Umbau der Kreuzung Urneburger Straße/Grüppenbührener Straße/Im Knick zu einem Kreisverkehr. Auch da hieß es: Das Ministerium sieht die Kriterien nicht erfüllt, ein derartiges Projekt in das Mehrjahresförderprogramm aufzunehmen. Während die Grünen sowieso keinen Handlungsbedarf an dieser Kreuzung sehen, meinte FDP-Fraktionschefin Marion Daniel: „Wir sollten erst einmal das Verkehrsentwicklungskonzept abwarten und das Projekt nicht aus den Augen verlieren.“ Das fand auch Zustimmung bei der SPD.

Weitere Grundstücksverhandlungen nötig

Günter Westermann (CDU) bezweifelte, dass überhaupt ausreichend Platz für einen Kreisverkehr vorhanden sei, und erinnerte an das schlechte Kreisel-Beispiel in Kirchhatten. Dazu Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung: „Für einen ordentlichen Kreisverkehr müssten auch noch Grundstücksverhandlungen geführt werden.“

Einig beim Thema Fahrrad

Einig waren sich alle Ausschussmitglieder beim Thema Fahrrad an den Bahnhaltepunkten in Bookholzberg, Schierbrok und Hoykenkamp. Zwölf Ratspolitiker sprachen sich bei einer Enthaltung dagegen aus, ein Konzept zu erstellen, Einzelboxen für Räder aufzubauen.

Viele Räder an Geländer angekettet

Anschließend erhielt die Verwaltung von allen Ausschussmitgliedern den Auftrag zu überprüfen, ob der abschließbare Bereich der Fahrrad-Abstellanlagen verkleinert beziehungsweise aufgehoben werden und private Flächen erworben werden könnten, um Räder abstellen zu können. Thorsten Busch von der UWG erinnerte in diesem Zusammenhang zusätzlich daran, dass in Bookholzberg täglich zahlreiche Räder am Geländer oberhalb der Bahnstrecke angekettet seien. Dadurch würden Fußgänger auf dem Gehweg behindert.

Weitere Informationen gibt es hier.


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