Schüler besuchen Hof Schütte Die Landwirtschaft hat sich gewandelt

Von Andreas Satzke

Cord Schütte zeigte den Schülern die verschiedenen Stallungen. Foto: Andreas SatzkeCord Schütte zeigte den Schülern die verschiedenen Stallungen. Foto: Andreas Satzke

Grüppenbühren. Auf dem Hof Schütte haben sich am Mittwoch Ganderkeseer Schüler über den Beruf des Landwirts informiert. Dabei zeigten sie bereits einiges an Vorwissen.

In der sechsten Generation hat die Familie Schütte ihren landwirtschaftlichen Hof in Ganderkesee bereits. Um sich diesen anzusehen und mehr über die Arbeit in der Landwirtschaft zu erfahren, waren am Mittwoch fünf Schüler der Oberschule Ganderkesee vor Ort. Organisiert wurde der Besuch von der Zukunftswerkstatt Ausbildungsplatzinitiative Ganderkesee (ZWAIG).

Zunächst führte Cord Schütte, der den Hof zusammen mit seiner Frau Wiebke bewirtschaftet, die Gäste durch die verschiedenen Ställe. „Wir haben von allem etwas, Kühe, Schweine, aber auch Ackerbau“, sagte der Landwirt. Er zeigte sich beeindruckt von dem Vorwissen, das die Schüler mitbrachten, ein Großteil von ihnen hatte Erfahrung mit der Arbeit in der Landwirtschaft.

Ausbildung dauert drei Jahre

Die Ausbildung zum Landwirt dauert insgesamt drei Jahre. Im ersten Jahr geht es auf die Berufsfachschule, die anderen zwei Jahre werden im Betrieb verbracht. „Dabei durchlaufen die Auszubildenden aber verschiedene Betriebe“, informierte Schütte. Gerade in der Landwirtschaft ist der Kontakt untereinander von enormer Bedeutung, da die meisten angehenden Landwirte auf dem Hof, auf dem sie arbeiten, auch wohnen. „Es muss menschlich einfach passen“, meinte Cord Schütte. Einen speziellen Schulabschluss, der vorausgesetzt wird, gebe es nicht. „Gerade in Mathematik solltet ihr aber fit sein“, warf der Landwirt ein. Denn die Landwirtschaft habe sich in den letzten Jahren immer mehr gewandelt. „Ein Landwirt muss heute deutlich stärker auch als Unternehmer tätig sein, als früher“, erklärte Schütte.

Zu wenig Interessierte für das Berufsfeld

Problematisch sei, dass es noch immer zu wenig Interessierte gebe, die sich für den Beruf des Landwirts entscheiden. „Dabei ist der Bedarf für Fachkräfte in diesem Bereich sehr groß“, spornte Schütte die Schüler an. Letztlich sei vor allem Begeisterung und Interesse für den Beruf wichtig und beides brachten die Schüler, die immer wieder neugierig nachfragten, an diesem Tag mit.


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