Flohmarkterlös soll gespendet werden Ganderkeseer Fünftklässler haben Herz für arme Kinder

Von Thomas Deeken

Die Klasse 5b des Gymnasiums Ganderkesee organisiert einen Flohmarkt und möchte das eingenommene Geld für Flüchtlinge in Ganderkesee und für arme Kinder in Äthiopien spenden. Foto: Thomas DeekenDie Klasse 5b des Gymnasiums Ganderkesee organisiert einen Flohmarkt und möchte das eingenommene Geld für Flüchtlinge in Ganderkesee und für arme Kinder in Äthiopien spenden. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Die Schüler der Klasse 5b des Gymnasiums Ganderkesee wollen armen Kindern in Äthiopien helfen. Deshalb organisieren sie für Freitag, 2. Dezember, zwischen 14 und 18 Uhr während des Elternsprechtages einen öffentlichen Flohmarkt in der Aula der Schule. Das Ziel: ganz viel verkaufen, um das Geld zu spenden, sagten die Fünftklässler am Dienstagvormittag bei der Vorstellung des Projektes.

Die Idee hatte die zehnjährige Jana, als im Religionsunterricht über arme Kinder erzählt wurde. Daraufhin tat sie sich mit ihrer Klassenkameradin Mariella zusammen, um über ein Hilfsprojekt nachzudenken. Das wiederum wurde in die Klasse getragen und dort mit Begeisterung aufgenommen. Und auch das fünfköpfige Team der Schülervertretung (SV) sagte spontan Hilfe bei der Umsetzung des Flohmarkt-Projektes zu.

100 Euro für Ganderkeseer Flüchtlinge

Gemeinsam einigten sich alle Kinder und Jugendlichen darauf, 100 Euro an die Bürgerstiftung für die Weihnachtsfeier der in Ganderkesee lebenden Flüchtlinge zu spenden, informierte Yelda von der SV. Die weiteren Einnahmen sollen über die Organisation „Save the children“ an die Opfer der Dürre-Katastrophe in Äthiopien gehen.

Auch Waffeln backen und Kinder schminken

Die Kinder wollen nun am Freitag nicht nur Spiele, CDs, Bücher und andere Artikel verkaufen, die sie von zu Hause mitgebracht haben und noch mitbringen wollen. Sie möchten auch Waffeln backen und gegen eine kleine Spende Kinder schminken, hieß es am Dienstag. Wer die Aktion unterstützen und etwas kaufen will, ist willkommen - nicht nur Eltern von Schülern des Gymnasiums, die zum Elternsprechtag erwartet werden.

Stolze Klassenlehrerin

„So viel Eigeninitiative einer Schulklasse ist nicht selbstverständlich“, sagte Klassenlehrerin Gudrun Heering. Sie sei ganz stolz auf ihre Schüler, die das Projekt ganz ohne Hilfe von Erwachsenen auf die Beine gestellt hätten.