Aktion an Schule am Habbrügger Weg Ganderkeseer bei „Abgedreht“ für Energiesparen sensibilisiert

Meine Nachrichten

Um das Thema Ganderkesee Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das Energieteam der Schule am Habbrügger Weg in Ganderkesee mit (von links) David, Leon, Amelie, Antonio, Hausmeister und Teamleiter Markus Pohl sowie Maurice hat bei der Aktion „Abgedreht!?“ für zwei Stunden den Strom abgeschaltet und über Energiesparen diskutiert. Foto: Thomas DeekenDas Energieteam der Schule am Habbrügger Weg in Ganderkesee mit (von links) David, Leon, Amelie, Antonio, Hausmeister und Teamleiter Markus Pohl sowie Maurice hat bei der Aktion „Abgedreht!?“ für zwei Stunden den Strom abgeschaltet und über Energiesparen diskutiert. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. In der Schule am Habbrügger Weg in Ganderkesee hat es am Montagmorgen für zwei Stunden keinen Strom gegeben. Nicht, weil die Rechnungen nicht bezahlt worden sind. Vielmehr haben sich Schüler des Energieteams der Schule an der Aktion „Abgedreht!?“ beteiligt, die auch in Oldenburg, Bremen und Bremerhaven lief.

Gemeinsam mit allen Schülern haben sie sich in den Klassenverbänden intensiv mit dem Thema Energiesparen auseinandergesetzt – im Dunkeln und im Kalten, denn die Heizung hat ebenfalls für zwei Stunden nicht funktioniert. Ziel der Aktion: Die Jugendlichen sollten für das Thema Energiesparen sensibilisiert werden, so Lehrerin Maria Hackmann-Reuter.

Mit sechs großen R beschäftigt

Das siebenköpfige Energieteam hatte sich zuvor mit den sechs großen R von „Refuse“ („Verzichte“) über „Repair“ („Repariere“) bis hin zu „Rethink“ („Überdenke“) beschäftigt und sich dabei beispielsweise überlegt, ob man wirklich alle Produkte braucht. Es wurde unter anderem darüber gesprochen, kaputte Teile zu reparieren statt neu zu kaufen, lieber mit dem Rad statt mit dem Auto zu fahren und Müll zur Wiederverwertung richtig zu trennen. Anschließend folgte die im Vorfeld mit allen Klassen abgesprochene „Abgedreht!?“-Aktion.

In den Pausen Licht ausschalten

„Wir haben dann Kerzen angezündet und zum Beispiel über Kohle- und Atomkraftwerke geredet“, so der 13-jährige David. Die Schüler überbrückten die dunkle und kalte Zeit damit, sich über den Unterschied zwischen erneuerbaren und herkömmlichen Energien zu unterhalten und darüber, dass man in den Pausen das Licht in den Klassenräumen ausschalten und die Heizung bei geöffnetem Fenster herunterdrehen solle. Außerdem habe es Diskussionen darüber gegeben, wie Partys umweltfreundlich vorbereitet werden könnten – beispielsweise durch den Kauf von regionalen Produkten.

In zwei Stunden 24 Kilowatt eingespart

„Cool“, „Sehr gute Aktion“, „Sollten wir öfter machen“ und „Das hat viel Spaß gemacht“ lauteten die Kommentare der Jugendlichen, nachdem der Strom wieder angestellt worden war. Dass an der Schule tatsächlich jede Menge Strom eingespart wurde, rechnete Hausmeister und Energieteam-Leiter Markus Pohl vor: Laut Zähler wurden in den zwei Stunden am Montag gegenüber dem gleichen Zeitraum am Freitag 24 Kilowatt Strom weniger verbraucht.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN