Beseitigung von Gewalt gegen Frauen Aktionstag gegen häusliche Gewalt im Kreis Oldenburg

Karin Kohorst-Thölke (Leiterin Frauen- und Kinderschutzhaus) und Dorothea Debbeler (rechts, Gleichstellungsbeauftragte) mit dem neuen mehrsprachigen Flyer „Hilfe bei Gewalt“.  Foto: Landkreis Oldenburg (Oliver Galeotti)Karin Kohorst-Thölke (Leiterin Frauen- und Kinderschutzhaus) und Dorothea Debbeler (rechts, Gleichstellungsbeauftragte) mit dem neuen mehrsprachigen Flyer „Hilfe bei Gewalt“. Foto: Landkreis Oldenburg (Oliver Galeotti)

Landkreis Oldenburg. Am internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, Freitag, 25. November, beteiligt sich der Landkreis Oldenburg mit Aktionen. Der Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“ und die Gleichstellungsbeauftragte beim Landkreis Oldenburg zeigen etwa am 25. November im LiLi-Servicekino in Wildeshausen den Spielfilm „Die Ungehorsame“. Der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 17.30 Uhr.

„Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein Thema, das leider in unserem Alltag unsere Aufmerksamkeit braucht, wenn wir einen Verdacht von körperlicher, psychischer oder sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Erwachsene haben“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Dorothea Debbeler.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken von Frauen weltweit. Nach einer repräsentativen Untersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben 40 Prozent der Frauen in Deutschland seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt, heißt es. Kinder sind demnach von Anfang an in das Gewaltgeschehen gegen die Mutter involviert.

Mehrsprachige Hilfeangebote

„Was Sie bei einem solchen Verdacht tun können, sagt Ihnen unserer Flyer ‚Hilfe bei Gewalt – Beratungsstellen im Überblick‘“, erläutert Debbeler.

Dieser Flyer steht ab sofort als Download in Deutsch, Englisch und Arabisch auf der Homepage der Gleichstellungsbeauftragten beim Landkreis Oldenburg zur Verfügung.

Psychischer Druck

Teilweise sehen sich Frauen täglich mit dem gewalttätigen, aggressiven und einschüchternden Verhalten ihrer (Ex-)Partner konfrontiert, so Debbeler. Sie sind von psychischer und/oder körperlicher Gewalt betroffen oder bedroht. Ein Ausstieg aus dem von Gewalt betroffenen Alltag fällt vor allem schwer, wenn Angst, psychischer Druck und Minderwertigkeitsgefühle zusammenkommen.

Der Landkreis Oldenburg stellt seit vielen Jahren genau für diese betroffenen Menschen verschiedene professionelle Hilfen zur Verfügung, um sie auf ihrem Weg in ein Leben ohne Gewalt zu unterstützen. Die Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt BISS arbeitet hier in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und wird tätig, wenn es bereits zu einem Vorfall von häuslicher Gewalt gekommen ist.

Beratung anfordern

Die Beraterinnen melden sich bei den betroffenen Opfern.

Sie helfen dabei, die Situation einzuschätzen, unterstützen dabei, Lösungen zu entwickeln, und informieren über rechtliche Möglichkeiten. Des Weiteren bietet der Landkreis Oldenburg mit dem Frauen- und Mädchentelefon Aufwind eine Chance für Frauen, Mädchen, Angehörige und Multiplikatoren über Probleme zum Thema Gewalt im eigenen Umfeld zu sprechen, sich zu informieren und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Hierzu können sich die Anrufer unter der Telefonnummer (04431) 948585 bei den Beraterinnen melden. Die Beratungen sind kostenfrei und auf Wunsch anonym.


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