Klostersommer in Hude Klostersommer in Hude soll 18. Auflage erleben

Für den Klostersommer soll die Ruine in Hude weiter als Kulisse herhalten. Foto: Ingo Wagner/dpaFür den Klostersommer soll die Ruine in Hude weiter als Kulisse herhalten. Foto: Ingo Wagner/dpa

Hude. 2017 soll es den 18. Klostersommer in Hude geben. Die Gemeinde hat dem potenziellen Veranstalter ein Finanzkonzept mit engen Korsettstangen verpasst.

Martin von Maydell tut sich schwer mit der Entscheidung des Huder Gemeinderats, im Haushalt 2017 nur 2500 Euro Zuschuss für die Kulturveranstaltung Klostersommer fest zu verankern und weitere 2500 Euro in Reserve zu halten für den Fall, dass das Wetter den Veranstaltern übel mitspielt. Für die geplante Wiederbelebung der in diesem Jahr mangels geeigneten Veranstalters ausgefallenen Freiluftveranstaltung im Klosterbezirk hat der von Maydell geleitete Verein Pro Musica Activa, bekannt als Veranstalter der Celtic Days in Hude, nach Vorgesprächen mit Bürgermeister Holger Lebedinzew mit in etwa doppelt so hohen Beträgen gerechnet.

Pro Musica Activa feilt am Konzept

Es sollte im nächsten Jahr auf einer kleineren wetterfesten Bühne einen Abend mit überregional bekannten Künstlern und zusätzlich einen Tag mit Huder Kulturschaffenden geben. „Dafür hat der Rat ein enges Korsett geschnürt“, sagt von Maydell. Pro Musica Activa hat die Flinte aber noch nicht ins Korn geworfen. „Wir haben die neue Situation bekakelt und suchen noch einmal das Gespräch mit der Gemeinde“, berichtet von Maydell, für dessen Verein es interessant wäre, nicht nur mit dem Celtic Folk in Verbindung gebracht zu werden.

Verein führt Gespräche mit Gemeinde

Mit Details über die neue Position will von Maydell aber erst an die Öffentlichkeit gehen, wenn die neuerlichen Gespräche im Rathaus geführt worden sind. Sie sollen laut Bürgermeister Lebedinzew in nächster Zeit geführt werden, voraussichtlich in der nächsten Woche.

Leuchtturm des kulturellen Lebens

Die Gemeinde wolle den Klostersommer unbedingt erhalten, betont der Bürgermeister. Unter der Regie des Kulturvereins Impuls, der sich nach frühzeitiger Ankündigung in Auflösung befindet, habe sich die Veranstaltung vor der Kulisse der Klosterruine zu einem Leuchtturm unter den vielen Huder Kulturveranstaltungen vor allem im Bereich Musik entwickelt. „Er lenkt die Blicke auch von außerhalb auf Hude“, sagt Lebedinzew.

Kloster und Inszenierung sollen zusammenpassen

Im Gemeinderat ist durchaus dafür plädiert worden, mehr Geld für den Klostersommer bereitzustellen. Im Verwaltungsausschuss und im Gemeinderat habe sich aber mit deutlicher Mehrheit die Auffassung durchgesetzt, der Verein Impuls habe im Auftrag der Gemeinde mehr zum Kulturleben beigetragen als nur den Klostersommer, zum Beispiel Lesungen und kleinere Konzerte. „Für Pro Musica Activa kommt es darauf an, eine Veranstaltung zu finden, bei der die Summe den Risiken angepasst ist und die auf das historische Gelände passt. Es geht um eine Verbindung von Kloster und Inszenierung“, sagt Lebedinzew.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN