Umgestaltung beim Gymnasium Schüler sprudeln vor Ideen für Schulhof in Ganderkesee

Von Thomas Deeken

Diskussion im Grünen: Landschaftsarchitekt Hajo Flemmig aus Oldenburg diskutiert mit Schülern der Klasse 8b, wie der Schulhof des Gymnasiums künftig aussehen könnte. Foto: Thomas DeekenDiskussion im Grünen: Landschaftsarchitekt Hajo Flemmig aus Oldenburg diskutiert mit Schülern der Klasse 8b, wie der Schulhof des Gymnasiums künftig aussehen könnte. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Der Erweiterungsbau des Gymnasiums Ganderkesee soll zum Ende des Jahres fertig sein. Parallel laufen die Planungen für die Umgestaltung des Schulhofes. Besonders viele Ideen hat die Klasse 8b, die bei der Beratung mit dem Landkreis Oldenburg, dem Geldgeber, mit einfließen sollen.

Ganderkesee. Das Spielgerät „Schwabbelmatte“ zum Rumtoben, überdachte Plätze zum Sitzen und Grünes Klassenzimmer für Unterricht im Freien, möglichst mit Sonnensegel – das sollte auf jeden Fall dabei sein und steht auf der Prioritätenliste der Klasse 8b des Ganderkeseer Gymnasiums ganz oben, wenn es um die neue Schulhofgestaltung geht. Am Mittwoch stellten die Schüler ihre Pläne im Detail vor und diskutierten mit Landschaftsarchitekt Hajo Flemmig aus Oldenburg. Er nahm die Ideen auf und will in den nächsten Tagen mit dem Landkreis darüber sprechen. Sein Tipp: „Es ist wichtig, dass ihr aktiv bleibt. Und dann werden wir mal sehen, was der Landkreis an Geld locker macht.“

Erste Pflanz- und Pflasterarbeiten in den Ferien

Die Umgestaltung des Schulhofes ist notwendig geworden, weil auf dem Gelände derzeit der Erweiterungsbau des Gymnasiums entsteht . Das Gebäude, das eigentlich schon nach den Herbstferien fertig sein sollte, könne wahrscheinlich erst nach den Weihnachtsferien bezogen werden, sagte Schulleiterin Dr. Renate Richter gegenüber dem dk. Während der Ferien sollen die Container abgebaut werden. Die ersten Pflanz- und Pflasterarbeiten rund um den Erweiterungsbau sollen aber schon jetzt in den Herbstferien beginnen.

Von neuen Fußballtoren bis zu neuen Bänken

Für die Umgestaltung des Schulhofes hatten die Achtklässler im Politikunterricht von Hannes Strelow jede Menge Pläne geschmiedet. So soll es laut Celine künftig neue Bänke statt der alten schmierigen und vermoosten geben, Till würde gerne einen Hartplatz sehen, Jakob hofft auf neue Fußballtore, John wünscht sich Rasen mit Gänseblümchen auf den schmalen Spazierwegen statt dichter Bepflanzung, und Jelte sprach von insgesamt mehr Grünflächen.

Grünes Klassenzimmer

Kontrovers diskutiert wurde das Thema Grünes Klassenzimmer, das Flemmig dort entstehen lassen möchte, wo derzeit noch einer der Unterrichtscontainer steht. Das fand allerdings kaum Zustimmung bei den Schülern, die anscheinend bei den Farben ganz genau hinschauen. Denn laut Isa gebe es viel zu knallige Farben mit dem Grün des Klassenzimmers gegenüber der roten Schulwand ein paar Meter weiter. Das sei alles andere als harmonisch. Vielmehr würden die Schüler das Klassenzimmer im Grünen, quasi eine Grünfläche mit Sitzmöglichkeiten, lieber hinter dem Fußballplatz sehen – da, wo es auch ruhiger sei.

Schulhofausschuss mit Schülern, Eltern und Lehrern

Vorschlag von Flemmig: „Schickt ein paar Leute in den Schulhofausschuss.“ Dort sind laut Stefanie Schulte, stellvertretende Schulleiterin, Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen vertreten, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und beim Landkreis vorzutragen. Zwei bis drei Jahre dürfte es allerdings dauern, bis der Schulhof endgültig fertig ist, schätzt Direktorin Richter.

Mehr zum Erweiterungsbau lesen Sie auch hier.