Feuer in der Zwischendecke Feuerwehrleute löschen erneut Brand auf „Gut Altona“

Von Thomas Deeken


Dötlingen-Altona. Erneuter Einsatz am Samstagnachmittag im Hotel „Gut Altona“ nahe der Kreisstadt Wildeshausen: Im vorderen Gebäudeteil gab es ein Feuer in der Zwischendecke. Nach knapp dreieinhalb Stunden war der Brand gelöscht.

Im Hotel „Gut Altona“ in der Gemeinde Dötlingen nahe der Wildeshauser Stadtgrenze hat es am Samstagnachmittag noch einmal gebrannt. Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Brettorf, Dötlingen und Neerstedt rückten gegen 14 Uhr an und hatten kurz vor 17 Uhr alles gelöscht. Wie berichtet, war das Traditionshaus in der Nacht zu Freitag ein Raub der Flammen geworden.

Feuerwehrpressewart: Keine akute Gefahr

Nach Angaben von Jannis Wilgen, Gemeindepressewart der Feuerwehren in Dötlingen, entwickelte sich im vorderen Gebäudeteil Rauch. „Es gab ein Feuer in der Zwischendecke“, erklärte der Feuerwehrsprecher. Eine akute Gefahr, dass sich der Brand zügig ausbreiten würde, habe Einsatzleiter Malte Grotelüschen, stellvertretender Gemeindebrandmeister, allerdings nicht gesehen, sodass die Feuerwehren „ohne Alarm“ mit sechs Einsatzfahrzeugen ausrückten, so Wilgen. Die Feuerwehrmänner und -frauen setzten Rettungssägen, Bohrhämmer, „Fognails“ (Löschlanzen) sowie mehrere Atemschutztrupps ein und konnten ihre Arbeit gegen 17 Uhr beenden.

Wildeshauser Straße nicht abgesperrt

Mehrere Schaulustige verfolgten den Einsatz von der gegenüberliegenden Seite der Wildeshauser Straße, die nicht abgesperrt wurde. Der Fahrzeugverkehr floss ruhig am Einsatzort vorbei.

Der Hotelbetrieb geht ab Montag weiter

„Wir sind tief, tief traurig. Sehr viele Erinnerungen hängen an dem Haus“, sagte Hotelchef Heiner Ahrmann, der das Traditionshaus gemeinsam mit Ehefrau Inka sowie seinen Kindern Nele und Vincent führt, am Samstag während des Feuerwehreinsatzes. Er schaute allerdings auch schon nach vorne: Der Hotelbetrieb gehe ab Montag mit mehr als 50 Gästen weiter, Frühstück gebe es in der Mühle, Tagungen könnten allerdings nicht stattfinden.

Familie Ahrmann will neu bauen

Die Familie müsse „das alles jetzt erst einmal ein bisschen sacken lassen“, die Ergebnisse der Ermittler abwarten und dann zügig neu planen. Das Gebäude müsse komplett abgerissen und wieder neu aufgebaut werden. Er hoffe, dass in eineinhalb Jahren alles fertig ist. Er habe allerdings noch nicht darüber nachgedacht, wie das Haus künftig aussehen soll. „Vielleicht könnten wir die Front so wie früher aufbauen?“, so Ahrmann. Es gebe allerdings jetzt die Chance, neue Ideen für den gesamten Trakt umzusetzen.

Ermittlungen werden Montag fortgesetzt

Die Ermittlungen wegen der Brandursache werden nach Angaben der Polizei am Montag fortgesetzt. Der genaue Schaden, nach ersten Schätzungen der Polizei in Millionenhöhe, dürfte erst in den nächsten Wochen feststehen.


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