Rund 130 junge Interessierte Handwerkstag im Kreis Oldenburg „ganz gut angenommen“

Zeigten sich bei Alfred Ordemann in Bürstel (Zweiter von rechts) am Tag des offenen Handwerks sehr interessiert: (von links) Olaf Goldenstedt und Sohn Janik, Harm Fortmann und Sohn Joost sowie Kai Wiechmann. Foto: Thomas DeekenZeigten sich bei Alfred Ordemann in Bürstel (Zweiter von rechts) am Tag des offenen Handwerks sehr interessiert: (von links) Olaf Goldenstedt und Sohn Janik, Harm Fortmann und Sohn Joost sowie Kai Wiechmann. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Zum Tag des offenen Handwerks kamen laut Kreishandwerksmeisterin Britta Jochims aus Hoykenkamp rund 130 junge Leute, um sich in mehr als 50 Mitgliedsbetrieben der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg zu informieren. Sie war insgesamt zufrieden. Es gab allerdings auch andere Meinungen.

Der Tag des offenen Handwerks ist „ganz gut angenommen worden“. Das hat Kreishandwerksmeisterin Britta Jochims aus Hoykenkamp nach dem vierstündigen Aktionstag betont, an dem sich am Samstag mehr als 50 Mitgliedbetriebe der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land beteiligt hatten – mehr als 20 aus dem Landkreis, davon 18 aus der Gemeinde Ganderkesee. „Wir sind zufrieden. Wir haben das Ergebnis vom vergangenen Jahr erreicht, als rund 130 junge Leute kamen“, so die Malermeisterin, die wegen der zeitgleichen Messe „Job4u“ in Oldenburg mit weniger Interessierten gerechnet hatte.

14 Jungen und Mädchen im Malereibetrieb

Überwältigt war sie vom Interesse an ihrem Fachbetrieb in der Straße Am Buschhagen. Dort haben sich 14 Jugendliche, davon fünf Mädchen, erkundigt – so viel wie noch nie. „Das war echt Wahnsinn“, freute sich Jochims, die zum August 2017 eine Ausbildungsstelle oder vielleicht sogar zwei Stellen anbieten möchte. Besonders gefallen habe ihr, dass die jungen Menschen sehr viel Interesse gezeigt, häufig nachgefragt und sich vor allem frühzeitig informiert hätten – nicht erst kurz vor Bewerbungsschluss.

Einige waren eher enttäuscht

In anderen Betrieben reichte die Spanne zur dk-Anfrage nach der Resonanz von enttäuschend bis zufrieden: In Fred Meyers Zimmerei in Falkenburg ließ sich niemand sehen, was für den Chef des Hauses eigenen Angaben zufolge enttäuschend war. Und zu Autofit von Jörg Neitzel in Hoyerswege kamen laut Mitarbeiterin Maren Schwarting zwei Interessierte. „Da hatten wir schon mit mehr gerechnet“, sagte sie. Die eher geringe Resonanz habe wohl etwas mit dem zeitgleichen Flohmarkt im Ganderkeseer Ortskern zu tun gehabt, so ihre Vermutung. Auch Jenna Hasselberg von Elektrotechnik Hasselberg in Bookholzberg war nicht ganz zufrieden: Wie im vergangenen Jahr fragten drei Jugendliche nach.

Auch positive Stimmen

Es gab aber auch positive Stimmen, obwohl sich die Zahlen der Interessierten nicht in astronomischer Höhe bewegten. Zum Beispiel von Friedhelm Mahlstedt vom Bauunternehmen Mahlstedt in Schlutter, der drei junge Leute begrüßte. Sein Unternehmen habe allerdings auch keinen Nachwuchsmangel zu beklagen. Im nächsten Jahr will er beim Tag des offenen Handwerks wieder mitmachen. Günter Linnemann von Landtechnik Linnemann in Ganderkesee informierte drei Jungen und ein Mädchen und meinte zur Resonanz: „Das ist für unseren Betrieb ganz ordentlich“.

Zufriedene Gesichter in Tischlereien

Zufriedene Gesichter gab es ebenfalls bei Tischlerei Warrelmann mit vier Interessierten, nachdem im vergangenen Jahr und im Jahr davor niemand in den Betrieb gekommen war, und in der Tischlerei Reisch, beide in Ganderkesee. Firmenchef Franz Reisch begrüßte nach zwei jungen Leuten im vergangenen Jahr diesmal fünf Interessierte. Er wies allerdings schon darauf hin, dass er erst zum August 2018 wieder eine Ausbildungsstelle bieten könne. Und bei Land- und Gartentechnik Ordemann in Bürstel informierte Firmenchef Alfred Ordemann gleich drei junge Interessierte und zwei Väter gleichzeitig.


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