Gewinn für Fallschirmspringer Leiserer „Trecker“ der Lüfte hebt in Ganderkesee ab

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Ganderkesee. Eine neue Maschine für die Fallschirmspringer stand am Wochenende auf dem Flugplatz Ganderkesee im Mittelpunkt. Eher am Rande trafen sich dort Piloten zu einem „Fly in“.

Gleich, wer die Vorzüge der neuen Maschine aufzählte: Es fiel immer wieder das Wort „leise“. Geradezu „unheimlich leise“, befand gar Steffen Ahrens, Inhaber der Flugschule YourSky, sei das neue Flugzeug, welches der Flugplatz Ganderkesee angeschafft habe, um es umgehend an ihn weiterzuvermieten: YourSky wird die PC-6 des Schweizer Herstellers „Pilatus“ betreiben und damit jährlich über 5000 Fallschirmspringer an die Luft der Gemeinde Ganderkesee setzen – ein wenig diskreter als mit der Vorgängermaschine.

Maschine kurz nach Ankunft schon im Einsatz

Wie diskret – davon konnte sich das Publikum bereits am Wochenende auf dem Flugplatz Ganderkesee ein Bild machen. Denn obwohl die Maschine am Freitag erst in Ganderkesee angekommen war, nutzte YourSky sie schon am Samstag, um den Tag über Fallschirmspringer aus rund 4000 Metern Höhe springen zu lassen.

25 Piloten melden sich für „Fly in“ an

Dass die Einweihung der neuen Maschine auf diese Weise mit einem „Fly in“, einem Pilotentreffen, einer kleinen Ausstellung sowie mit einem internen Grillfest einherging, sei „purer Zufall“, versicherten sowohl Ahrens als auch Flughafen-Geschäftsführer Ralf Sauer und Jochen Klein, einer der Organisatoren des Pilotentreffens. Gut 25 Maschinen seien für das Treffen angemeldet gewesen, so Klein.

Pilatus erreicht 4000 Meter Höhe sieben Minuten schneller als Vorgänger

Im Zentrum des Geschehens aber stand eindeutig die PC-6. Bis zu zehn Springer plus Piloten, so Ahrens könnten mit der Pilatus in die Höhe steigen – und zwar ziemlich steil. Mit etwa 1000 Fuß pro Minute steige die Propellermaschine auf. Jene 4000 Meter, aus welchen die Fallschirmspringer üblicherweise sprängen, erreiche sie im Normalfall nach rund 13 Minuten, berichtete Sauer. Das Vorgängermodell, das in Ganderkesee bleibt, benötige dafür etwa 20 Minuten.

Gebrauchtes Flugzeug aus Münster kostet 600.000 Euro

Der Flugplatz habe die PC-6 aus dem Baujahr 1990 für etwa 600.000 Euro vom Flugplatz Münster gekauft. Ein vergleichbares neues Modell, so der Flugplatz-Geschäftsführer, hätte mit der zwei- bis dreifachen Summe zu Buche geschlagen und wäre kaum besser.

Auch Ahrens zeigte sich gestern mehr als zufrieden mit dem Kauf. Bei der PC-6 handele es sich im Prinzip um einen „Trecker“: Sie sei unglaublich robust, eine echte Arbeitsmaschine für schwierige Gelände. Davon unberührt wollen Sauer und sein Team auch künftig die Pflege des Flugplatzes Ganderkesee keinesfalls vernachlässigen.


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