Landtage Nord 2016 in Wüsting Herz der Landwirtschaft pocht für vier Tage in Wüsting

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Die Organisatoren (vorne von links) Helmut Urban, Ulrike Hartmann, Holger Kreye und Hanno Pietrowski, die Sponsoren und einige Aussteller haben das Programm der Landtage Nord 2016 vorgestellt. Foto: Reiner HaaseDie Organisatoren (vorne von links) Helmut Urban, Ulrike Hartmann, Holger Kreye und Hanno Pietrowski, die Sponsoren und einige Aussteller haben das Programm der Landtage Nord 2016 vorgestellt. Foto: Reiner Haase

Wüsting. 600 Aussteller machen die Landtage Nord in Wüsting vom 19. bis 22. August zur Erlebwas-Messe. Ein thematischer Schwerpunkt ist die Milchpreiskrise.

Helmut Urban und sein Team veranstalten von Freitag, 19. August, bis Montag, 22. August, zum 13. Mal in Wüsting im Landkreis Oldenburg die Erlebwas-Messe Landtage Nord. Den Verbrauchern, Erzeugern und deren Vertriebspartnern wird ein volles Programm an allen vier Tagen versprochen. „Die Messehalle und das Außengelände sind komplett ausgebucht“, berichtet Mit-Organisator Holger Kreye. Er kündigt für die Landtage Nord 600 Aussteller an.

Milchpreiskrise im Mittelpunkt

Das Rind wird bei den Landtagen Nord 2016 in den Fokus gestellt, speziell die Milchkuh. „Das aktuelle Thema ist der große Kampf um kleine Preise“, stellt Urban fest. Tiefere Einblicke soll bei der Messeeröffnung am Freitag, 19. August, um 10 Uhr im Festzelt eine Rede des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Karl-Heinz Funke geben. Zu dessen Diskussionspartnern gehört unter anderem Albert Schulte to Brinke, der Vizepräsident des niedersächsischen Landvolks.

Betroffener Landwirt auf dem Podium

Gastgeber Urban stuft Funke als redegewandten und weitgehend neutralen Impulsgeber ein, weil er in der Politik nicht mehr aktiv ist. Schulte to Brinke ist als Landwirt in Bad Iburg, der seinen Milchviehbestand vor zwei Jahren, kurz bevor die Mengenregulierung über die Milchquote auslief, von 76 auf 130 Kühe aufgestockt hat, vom drastischen Absturz des Milchpreises betroffen . Urban will weitere kompetente Gesprächspartner aufs Podium holen. „Das klärt sich gleich nach der Sommerpause“, verspricht der Gastgeber.

Krise strahlt auf Zulieferbetriebe aus

Seine Meinung hält Urban nicht hinterm Berg: „Der Erzeuger braucht 40 Cent pro Liter“ – gezahlt werden zurzeit kaum noch 20 Cent. Es müsse klar werden, dass ein solcher Preis nicht nur Milchbetriebe, Landwirte und ihre Familien in Existenznot bringt . „Da hängt eine Vielzahl weiterer Arbeitsplätze dran. Es muss rausgetragen werden, dass sie gefährdet sind“, erklärt Urban. Unter anderem in seiner eigenen Firma Urban Fütterungstechnik in Wüsting. Der mittelständische Betrieb mit knapp 100 Arbeitsplätzen bietet Landwirten unter anderem die vollautomatische „Kälbermama“ an. „Wir merken, dass es die Betriebe in den Grünlandregionen wirklich schwer haben“, sagt Urban. Den Wüstingern hilft, dass sie nicht nur auf dem deutschen Markt, sondern inzwischen in 60 Ländern agieren.

70000 Besucher werden erwartet

Auf dem 13 Hektar großen Ausstellungsgelände erwartet das Team der Landtage Nord an den vier Messetagen wie in den Vorjahren rund 70000 Besucher, Fachpublikum genauso wie interessierte Laien und Familien, die einen anregenden Tag mit vielen Eindrücken suchen. „Wir könnten größer werden, der Platz ist da. Wir wollen das aber nicht“, stellt Urban klar.

Erwachsene zahlen einen Euro mehr

Für das gewohnt abwechslungsreiche Messeprogramm zahlen Erwachsene in diesem Jahr einen Euro mehr Eintritt als in den Vorjahren. Das Parken ist nach wie vor frei. Die Tageskarte für Erwachsene kostet neun Euro, für Kinder von sechs bis 14 Jahren vier Euro, die Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder 19 Euro. Schüler, Studenten, Behinderte und Freiwilligendienstleistende zahlen fünf Euro. Die Dauerkarte für alle vier Tage kostet ebenfalls 19 Euro.


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