3. GanterART-Kunstpreis Ganderkeseer Verein GanterART ehrt Gerhard Juchem

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Ganderkesee. Mit seinem Kunstpreis hat der Ganderkeseer Verein GanterART am Freitag den Heider Künstler Gerhard Juchem für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Im KulturHaus Müller, inmitten der Juchem-Ausstellung „Loslassen“, würdigte Laudatorin Bärbel Schönbohm das große Talent und die enorme Experimentierfreude des 89-jährigen. Man spüre in allen Werken stets Juchems Liebe zum Detail, stellte die Kunstwissenschaftlerin fest. Ihr Fazit: „Die Vielfalt von Juchems Schaffen ist beeindruckend!“

Kunstpreis verliehen

Das sah auch Eckhard Eichhorn, 1. Vorsitzender des Vereins GanterART so. Denn erstmals brach der Verein seine Regel, die metallene Ganterskulptur an große Unterstützer der sozialen Anliegen des Vereins zu verleihen. Aufgrund ihres außerordentlichen Mäzenatentums waren 2013 Harald Meyer (Meyertechnik) und 2014 Rüdiger Klose ausgezeichnet worden.

Ausnahmekünstler

Nach einer Verleihungspause im vergangenen Jahr zeigte Eichhorn sich am Freitagnachmittag stolz, die schwere Metallskulptur, die einen sich aufschwingenden Ganter zeigt, an den Ausnahmekünstler aus Ganderkesee-Heide zu überreichen.

Ganderkesees größtes Talent

„Sie sind Ganderkesees größtes Talent“, lobte Eichhorn den Wahl-Ganderkeseer mit rheinischen Wurzeln, der 1972 berufsbedingt nach Heide gezogen war.

Juchems künstlerische Karriere begann im April 1950: An der Hamburger „Kunstschule Alsterdamm“ wurde er Sieger eines Wettbewerbs und erhielt ein Vollstipendium an der Schule für Gebrauchsgrafik und Mode.

Über weitere berufliche Stationen gelangte er schließlich in die Gantergemeinde. Ungezählt sind Juchems Werke, ebenso die bemalten Leinwände. Doch eines hat der Hochbetagte in seiner langen Schaffensperiode noch nicht bemalt – eine Ganterskulptur.

Was mag sich Eichhorn nur dabei gedacht haben, als er zur Dekoration des Saals im KulturHaus Müller einen blanken, reinweißen Ganter-Rohling aufstellen ließ?

Folgt noch ein weiteres Kunstwerk?

Denn eigentlich hatte Juchem sich zum „Loslassen“ entschieden, schuf ein letztes Werk voller Symbolik: den Harlekin, der die Treppe herabschreitet und sein Werkzeug – Stift und die Rose – aus der Hand gleiten lässt.


Finissage

Am Sonntag, 12. Juni 2016, endet die Ausstellung „LOSLASSEN Hommage an Gerhard Juchem“, die aktuell im KulturHaus Müller, Ring 24 in Ganderkesee zu sehen ist. Es besteht ab 15 Uhr bei einer letzten öffentlichen Führung mit der Kuratorin der Ausstellung, Dr. Wiebke Steinmetz, die Gelegenheit, etwas über die Kunst von Gerhard Juchem zu erfahren. Der Eintritt für Führung, Getränk und Kuchen beträgt 4 Euro. Eine Anmeldung wird unter (04222) 44444 erbeten.

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