Repowering in Hengsterholz Weichen für mehr Windkraft aus Ganderkesee gestellt

Der Windpark in Hengsterholz wird umgebaut. Foto: Reiner HaaseDer Windpark in Hengsterholz wird umgebaut. Foto: Reiner Haase

Ganderkesee. Die Gemeinde Ganderkesee stellt sich den Windkraft-Plänen in Hengsterholz nicht in den Weg. Die Marktplatz-Diskussionen sollen zügig vorangetrieben werden.

Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung der Gemeinde Ganderkesee ist am Donnerstagabend eine weitere Hürde vor den geplanten Veränderungen im Windpark Hengsterholz aus dem Weg geräumt worden. Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung haben sich am Donnerstagabend alle Fraktionen positiv zum Plan der Projekt GmbH Oldenburg geäußert, die sechs alten Windräder durch drei wesentlich leistungsstärkere zu ersetzen. 2015 hatte sich die Gemeinde noch gegen den Plan gestellt, den Windpark um eine siebte Windenergieanlage zu erweitern.

Ortsverein hat Ja gesagt

Lediglich Christel Zießler (SPD) enthielt der Stimme; sie sieht Fragen des Schattenwurfs, des Infraschalls und des Vogelschutzes ungeklärt. Von den Fraktionssprechern wurde gestern erklärt, ausschlaggebend für das Ja sei die Zustimmung des Ortsvereins Hengsterholz-Havekost, der nicht für sich, sondern für alle Anwohner spreche.

Vierfacher Energieertrag

Die Projekt GmbH Oldenburg, Betreiberin des Windparks südlich von Hengsterholz und südwestlich der Bundesstraße 213, will die sechs alten Windkraftanlagen abbauen. Aus drei neuen, wesentlich leistungsfähigeren Anlagen soll viermal so viel Energie geholt werden wie aus den sechs alten. Die Leistungssteigerung, im Fachjargon Repowering, wird äußerlich deutlich sichtbar. Die Spitzen der über 50 Meter hohen Rotorblätter erreichen fast 200 Meter Höhe. Die Naben und Generatorgehäuse werden in gut 140 Metern Höhe auf den Turm gesetzt. Die alten Anlagen sind insgesamt 100 Meter hoch.

Forcierte Marktplatz-Diskussion

In aller Eile will die Gemeinde einen Diskussionsabend mit Anwohnern, Vereinen und interessierten Bürgern zur Gestaltung des Neuen Marktplatzes anberaumen. Grundlage für die Gespräche ist der Gestaltungsentwurf des Ganderkeseer Landschaftsarchitekten Volker Kreye für den östlichen Bereich des Marktplatzes.

Sparkasse will umziehen

Die Gemeinde führt laut Planungschef Peter Meyer zurzeit Gespräche mit der LzO und dem Eigentümer des Grundstücks Grüner Weg/Ecke Grüppenbührener Straße. Die Sparkasse will ihre Geschäftsstelle dorthin verlagern.


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