Mittag bei Tafel in Wildeshausen Tafel Wildeshausen wünscht Erlass der Kfz-Steuer

Von A. Schnackenburg

Hilfe für die Armen in der Gesellschaft: Therese Ignatz und Lena Beckmeyer (links) sowie Peter Krönung von der Wildeshauser Tafel mit der Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag. Foto: Alexander SchnackenburgHilfe für die Armen in der Gesellschaft: Therese Ignatz und Lena Beckmeyer (links) sowie Peter Krönung von der Wildeshauser Tafel mit der Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag. Foto: Alexander Schnackenburg

Wildeshausen. Die SPD-Politikerin Susanne Mittag hat am Donnerstag bei der Wildeshauser Tafel geholfen. Sie soll sich für den Erlass der Kraftfahrzeugsteuer einsetzen.

Eine Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer für ihre Transporter wäre ein Anfang. Im nächsten Schritt könne die Politik die Tafeln generell stärker als derzeit unterstützen – sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. Diesen Wunsch hat am Donnerstag Peter Krönung, Vorsitzender der Wildeshauser Tafel, an die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag herangetragen.

Abgeordnete will Helfern helfen

Mittag versprach, ihren Einfluss geltend zu machen. Eine Befreiung der Tafeln von der Kraftfahrzeugsteuer hält sie zwar für „nicht realistisch“, eine Minderung der Steuer allerdings sehr wohl. Die Bundestagsabgeordnete war nach Wildeshausen gekommen, um sich unter anderem bei der Essensausgabe ein Bild von der Arbeit der Tafel zu machen.

Hilfe für über 1500 Menschen

Allein die Tafel Wildeshausen habe im Jahr 2015 über 22000 Personen mit Lebensmitteln versorgt, berichtete ihr Krönung. In den letzten Monaten seien noch etliche Haushalte hinzu gekommen. Derzeit seien in Ahlhorn 248 Haushalte mit 701 Personen und in Wildeshausen 339 Haushalte mit 814 Personen bei der Wildeshauser Tafel registriert.

Steigende Zahlen zu erwarten

Für die kommenden Monate rechnet Krönung mit weiteren Kunden. Allerdings sei die Wildeshauser Tafel gut aufgestellt, schaffe es, im Unterschied zu manch anderer, etwa im Osten Deutschlands, bislang noch problemlos, genügend Lebensmittel zu beschaffen. Krönung lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit der Wildeshauser mit den Nachbar-Tafeln, etwa jenen Delmenhorsts, Twistringens und Cloppenburgs.

Steuererlass hilft vor Ort

Alles in allem, so der Vorsitzende, gebe es in Deutschland derzeit 922 Tafeln, die zusammen etwa 1500 Fahrzeuge unterhielten. Verzichte der Bund auf die Kraftfahrzeugsteuer für die Fahrzeuge, so seine Rechnung, dürfte dies der Gemeinschaft kaum wehtun. Müsste hingegen etwa die Wildeshauser Tafel keine Kraftfahrzeugsteuer für ihre beiden Fahrzeuge entrichten, so hätte sie jährlich 500 Euro mehr in der Kasse. „Das ist für uns viel Geld“, erklärte Krönung.

Mittag weckt Hoffnung

Die Chancen dafür, dass die Tafeln Gehör im Bundestag finden, hält Susanne Mittag für groß. Denn die Wertschätzung für ehrenamtliche Helfer sei – auch in der Politik – zuletzt erheblich gestiegen, so die Abgeordnete. Nicht umsonst zahle der Bund immer öfter Aufwandsentschädigungen.


0 Kommentare