iPads an der Katenkamp-Schule Tablets machen unbeliebte Schulaufgaben zum Vergnügen

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Viel Freude haben die Schüler und Schülerinnen der Katenkamp-Schule in Ganderkesee, wenn sie im Unterricht mit Tablets arbeiten können. Foto: Antje CznottkaViel Freude haben die Schüler und Schülerinnen der Katenkamp-Schule in Ganderkesee, wenn sie im Unterricht mit Tablets arbeiten können. Foto: Antje Cznottka

Ganderkesee. Seit einem Jahr arbeiten Schüler und Lehrer der Katenkamp-Schule mit Tablet-PCs. Die Vorteile für und Erfolge aus dem Unterricht stellen sie bei einer Fachtagung in Oldenburg vor.

In einem Workshop bei der Fachtagung „Mobiles Lernen mit Tablets“ an der Universität Oldenburg werden Lehrer Nils Lion und neun Schüler der Katenkamp-Schule am Freitag, 11. März vorführen, welche Projekte sie im letzen Jahr angegangen sind.

Diese Möglichkeit der Präsentation sei bereits einer der großen Vorteile der Arbeit mit den Tablets. Die Schüler könnten die Ergebnisse und Erfolge ihrer Arbeit leichter teilen und präsentieren. „Da ist bisher oft auf der Strecke geblieben“, sagt Lion. „Die Schüler erfahren eine enorme Wertschätzung, präsentieren zurecht stolz ihre Arbeit und werden dadurch motiviert, weiter zu arbeiten“, fügt Anne Fischer aus der Schulleitung an.

Die Katenkamp-Schule war die erste Schule mit Förderschwerpunkt, die Tablets im Unterricht eingesetzt hat. Vor rund einem Jahr wurden der Schule sechs Tablets gespendet.

Lion will alles weitergeben, was er während der Arbeit im letzten Jahr gelernt hat. „Wenn wir multimedial arbeiten, wollen wir die Ergebnisse auch anderen zur Verfügung stellen“, umreißt Lion ein weiteres Ziel der Arbeit.

So soll zum Beispiel ein E-Book von Schülerin Isabell bei einem Auswertungstreffen an der Grundschule Dürerstraße vorgestellt werden, kündigt Fischer an. Isabell hat nach dem gemeinsamen Zirkusprojekt mit der Grundschule das E-Book erstellt. Mit der Kamera des Tablets hat sie Fotos bei der Zirkusaufführung aufgenommen und sie mit Text, Musik und Audiokommentaren unterlegt. „Das Tablet ist ein Medium, das allen gerecht wird“, nennt Lion einen weiteren Vorteil im Unterricht. Jeder Schüler könne sich einbringen, egal, auf welchem Lernstand er steht. Das ermögliche die intuitive Bedienung der Tablets und Programme, die auch nicht sprechenden Schülern eine Kommunikationshilfe böten.

Daneben mache den Schülern die Arbeit mit den Tablets Spaß und motiviere sie auch sich bislang unbeliebten Aufgaben zu widmen. Beim Ausbau der Lesekompetenz hat laut Lion die App „Wortzauberer“ einige Schüler angespornt. „Für viele Schüler ist das Lesen ein notwendiges Übel mit dem sie sich im Unterricht beschäftigen. Aber der Spaß am Gerät ist eine zusätzliche Motivation, sodass sie auch selbstständig Zuhause gelesen und sich verbessert haben“, erklärt der Lehrer. Auch einige Eltern der hätten diese Vorteile bemerkt und ihren Kindern Tablets gekauft, berichte Lion.


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