Fusion in Ganderkesee und Bookholzberg Neue Bank soll künftig Vereinigte Volksbank heißen

Sie planen die Fusion: Vorstände und Aufsichtsräte der Volksbank Ganderkesee-Hude und Bookholzberg-Lemwerder. Archivfoto: Thorsten KonkelSie planen die Fusion: Vorstände und Aufsichtsräte der Volksbank Ganderkesee-Hude und Bookholzberg-Lemwerder. Archivfoto: Thorsten Konkel

Ganderkesee/Bookholzberg. Vereinigte Volksbank eG – auf diesen neuen Namen haben sich die Bankvorstände geeinigt, wenn die beiden Volksbanken Ganderkesee-Hude und Bookholzberg-Lemwerder im Sommer dieses Jahres wie geplant fusionieren. „Dieser Name stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar. Eine Vereinigte Volksbank gibt es im Weser-Ems-Raum noch nicht“, sagte Vorstand Oliver Frey aus Ganderkesee, der in den vergangenen Wochen gemeinsam mit seinen Kollegen Jürgen Kikker, Bodo Hedemann und Sascha Knaack mehr als 250 Vertreter beider Häuser über die Fusionspläne informiert hatte.

„Unsere Vertreter beziehen wir bewusst frühzeitig in dieses Vorhaben ein. Sie entscheiden über die Fusion. Deshalb sind uns im Vorfeld Meinungen, Anregungen und Gedanken wichtig“, erklärte Frey weiter, der gemeinsam mit dem Vorstand folgenden „Fusionsfahrplan“ aufgestellt hat: Im März sollen die jeweiligen Jahresabschlüsse erstellt werden. Sie seien Grundlage für ein Gutachten, das bei einem Fusionsvorhaben zwingend erforderlich sei. Anfang Juni seien in beiden Volksbanken separate Vertreterversammlungen vorgesehen. „Dort wird die geplante Fusion demokratisch zur Abstimmung gebracht“, heißt es in einer Mitteilung der Banken. Voraussichtlich Ende August soll mit der Eintragung in das Genossenschaftsregister der juristische Schritt der Fusion erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt dürfe sich das fusionierte Institut dann auch Vereinigte Volksbank eG nennen. Kündigungen werde es im Zuge der Fusion nicht geben, sicherte Kikker aus Hude zu.

Mit Geschäftszahlen zufrieden

Neben den Fusionsplänen stellte der Vorstand auch die vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2015 vor. Mit diesen Zahlen, die „zwei leistungsstarke und erfolgreiche Volksbanken zeigen“, seien alle vier Vorstände zufrieden.

Gemeinsame Bilanzsumme gestiegen

So liest sich der Bericht der beiden Volksbanken aus dem zurückliegenden Geschäftsjahr: Die gemeinschaftliche Bilanzsumme stieg im vergangenen Jahr gegenüber 2014 von 547 Millionen Euro um 4,7 Prozent auf 572 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 5,53 Prozent von 380 auf 401 Millionen Euro. Und weil die Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft und im Mittelstand zurückgegangen war, verlangsamte sich das Kreditwachstum – ein Trend, der sich durch den Mangel an neuem Bauland verstärkte. Die Kundenforderungen sind lediglich um etwa 2,08 Prozent gestiegen (2014: 385 Mio. Euro, 2015: 393 Mio. Euro). Als erfreulich wurde der Anstieg des Zinsergebnisses bezeichnet, das sich um rund 296.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr erhöhte. Dieses Ergebnis begründet sich vor allem im zusätzlichen Geschäftsvolumen. Nach wie vor führen die niedrigen Zinsen zu sinkenden Margen im Zinsgeschäft. .

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