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Großeinsatz der Polizei Drei Verletzte nach Streit zwischen Großfamilien in Ganderkesee

Wegen Streitigkeiten zwischen zwei Großfamilien ist in Ganderkesee ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz gewesen. Foto: Thomas DeekenWegen Streitigkeiten zwischen zwei Großfamilien ist in Ganderkesee ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz gewesen. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Dienstag, 29. Dezember, in Ganderkesee einen Streit zwischen zwei Großfamilien beendet. Anlass ist nach ersten Angaben der Polizei ein Beziehungskonflikt. Bei der Aktion wurden drei Personen der Ganderkeseer Familie leicht verletzt.

Am Vormittag gegen 11.30 Uhr waren laut Polizeisprecherin Melissa Oltmanns rund 30 Personen einer Oldenburger Großfamilie mit neun Fahrzeugen angereist. Sie waren mit Pfefferspray, Schlagstöcken, Schlagring und Holzlatten bewaffnet und drangen in das Haus der Ganderkeseer Familie ein, die schon seit längerer Zeit in einem Reihenhaus an der Birkenheider Straße in der Nachbarschaft zum Kindergarten Marderweg wohnt und in dem sich zum Zeitpunkt des Überfalls laut Polizei zehn Personen befanden. Bei der Aktion wurde unter anderem eine Fensterscheibe eingeschlagen, außerdem wurden drei der überfallenen Ganderkeseer durch Pfefferspray verletzt. Ob es zu weiteren Verletzungen kam, ist zurzeit nicht bekannt.

Langer Streit zwischen zwei Großfamilien

Der Ganderkeseer Familie, die sich laut Polizei bereits seit langer Zeit im Streit mit der Familie aus Oldenburg befindet, gelang es, die Polizei zu alarmieren. Die kam am späten Vormittag mit einem Großaufgebot samt Hundestaffel, um den Konflikt zu beenden. Oltmanns zufolge kam es dabei nicht zu Übergriffen gegen die Polizei. Allerdings sei die Stimmung „sehr aufgeheizt gewesen“.

Birkenheider Straße großräumig abgesperrt

Die Beamten, die mit gut einem Dutzend Fahrzeugen im Einsatz waren, sperrten die Birkenheider Straße bis etwa 15.15 Uhr großräumig ab Kreuzungsbereich Neddenhüsen/Marderweg ab. Es kam allerdings nicht zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen. Auch die Zahl der Schaulustigen hielt sich in Grenzen.

Der Streit zwischen den beiden Familien ist laut Polizeisprecherin inzwischen beendet. Zwei Männer aus Oldenburg seien „festgestellt, aber wieder entlassen worden“. Viele seien unerkannt geflüchtet. Ermittelt werde gegen die Oldenburger wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Weitere Details über Hintergründe des Konfliktes und zu den beiden Familien nannte die Polizei noch nicht. Nur so viel: Einen Flüchtlingsbezug gebe es nicht.


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