Ausbildungsbetrieb 2015 Hof Wieting in Hurrel leitet in die Landwirtschaft

Von Reiner Haase

Ausbilder des Jahres 2015: Landvolkpräsident Werner Hilse (3. von links) ehrt (von links) Eva und Dennis Wieting, Heike und Wilfried Wieting sowie Lisa und Theo Wieting. Ausbildung ist auf dem Hof seit vielen Jahren Ehrensache. Foto: LandwirtschaftskammerAusbilder des Jahres 2015: Landvolkpräsident Werner Hilse (3. von links) ehrt (von links) Eva und Dennis Wieting, Heike und Wilfried Wieting sowie Lisa und Theo Wieting. Ausbildung ist auf dem Hof seit vielen Jahren Ehrensache. Foto: Landwirtschaftskammer

Hude. Das Landvolk zeichnet den Hof Wieting in Hurrel als Ausbildungsbetrieb 2015 aus. Zurzeit durchlaufen auf dem Hof drei junge Leute eine landwirtschaftliche Ausbildung.

Niedersachsens Ausbildungsbetrieb Nummer eins im Bereich der Landwirtschaft ist in Hurrel zu finden. Landvolk-Präsident Werner Hilfe hat den Hof Wieting in Hurrel mit einer Urkunde ausgezeichnet, gratuliert und gleichzeitig betont, dass jedes Jahr ein Betrieb stellvertretend für die 2400 Ausbildungsbetriebe in Niedersachsen ausgezeichnet werde. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zählte in der Feierstunde in Hannover zu den Gratulanten. Das Interesse an der Ausbildung zum Landwirt oder zur Landwirtin sei groß, stellte Hilse fest.

Vielseitiger Betrieb

Auf dem Hof Wieting durchlaufen zurzeit Arne Rible, Svenja Janssen und Marc Lüdeke eine landwirtschaftliche Ausbildung. Der Lehrbetrieb begleitet seit Jahren junge Menschen auf dem Weg in den Beruf. „Wir arbeiten gerne mit Auszubildenden, denn sie bringen frischen Wind und neue Gedanken in den Betrieb“, erzählt Dennis Wieting, der als Ausbilder die drei begleitet. Er betreibt mit seinem Vater Wilfried einen vielseitigen Betrieb mit Milchkühen, Mastbullen und Hähnchen. Dazu kommt die Bewirtschaftung der Acker- und Grünlandflächen.

Treffpunkt Mittagstisch

Wenn Wietings mittags zum Essen zusammenkommen, sitzen gerne mal neun Leute am Tisch. „Der Familienanschluss hier ist toll. Mittags treffen sich alle, und es werden die Ereignisse des Tages besprochen“, berichtet Svenja Janssen, Auszubildende im dritten Lehrjahr.

Arbeit in allen Betriebszweigen

Wietings nehmen sich die Zeit, den Auszubildenden alle Facetten der Landwirtschaft zu zeigen. „Es ist wichtig, dass jeder Lehrling alle Betriebszweige einmal erlebt hat. Nur so können sie für sich entscheiden, was ihnen am meisten Spaß macht“, erklärt Wilfried Wieting. Acht junge Leute sind auf dem Hof in Hurrel bereits ausgebildet worden. Zu allen besteht noch heute ein guter Kontakt. „Die Chefs haben ein großes Interesse daran, uns etwas beizubringen. Wir besprechen alle Dinge, die im Betrieb anstehen und diskutieren über Politik oder gesellschaftliche Ansprüche“, berichtet Lehrling Marc.

Unterschiedliche Interessen

Die Auszubildenden haben unterschiedliche Motivationen für die Ausbildung: der eine möchte den Hof seiner Eltern übernehmen, die andere kommt nicht aus der Landwirtschaft, zeigt aber ein starkes Interesse für die Arbeit mit den Tieren. „Ich hatte schon immer Spaß an der Arbeit in der Landwirtschaft und nun möchte ich meine Zukunft auch danach ausrichten“, erzählt Arne.

Auch Spaß muss sein

Wietings berichten von guten Erfahrungen mit den Auszubildenden. „Egal ob männlich oder weiblich, ob aus der Landwirtschaft kommend oder nicht – jeder bringt etwas mit, das ihn besonders auszeichnet. Das sind Fähigkeiten, die im Betrieb hilfreich sind“, erzählt Dennis Wieting. Doch bei all der Arbeit dürfe der Spaß nicht zu kurz kommen. „Ein guter Tag ist es nur dann, wenn man auch mal so richtig gelacht hat“, lautet Wilfried Wieting seine Philosophie.