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Besitzer plant Neustart „Fun Factory“ in Wildeshausen schließt und wird umgebaut

Von Eyke Swarovsky

Die Großraumdiskothek „Fun Factory“ schließt nach 20 Jahren endgültig ihre Pforten. Symbolfoto: imago stock&peopleDie Großraumdiskothek „Fun Factory“ schließt nach 20 Jahren endgültig ihre Pforten. Symbolfoto: imago stock&people

Wildeshausen. Schluss, aus, Feierabend. Nach 20 Jahren schließt die Großraumdisko „Fun Factory“ ihre Tore – für immer, wie das Team am Mittwochmittag auf Facebook bekannt gab. Doch der Besitzer der Immobilie macht Hoffnung, dass demnächst an gleicher Stelle wieder gefeiert werden kann.

In einem Facebook-Post wirbt die Disco, die zu einer der größten Großraumdiskotheken in Nordwestdeutschland gehört, für das große „Closing Weekend“ am 11. und 12. Dezember.

„Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war“

Dazu schreiben die Betreiber: „Heute gibt es leider schlechte Nachrichten, denn es ist nun endgültig und offiziell, die Fun Factory Wildeshausen liegt in ihren letzten Zügen. Nach ganzen 20 Jahren Auf und Ab werden wir noch in diesem Monat die Tore des Diskotempels endgültig schließen. Ob hier jemals wieder eine Diskothek sein wird oder was mit den Räumlichkeiten passiert, steht in den Sternen!!! [...] Wir laden Euch alle ein, werdet ein Teil der Fun-Factory-Geschichte und seid live dabei, bevor nichts mehr so sein wird, wie es einmal war.“

Am Ende des Posts bedanken sich die Betreiber bei allen Gästen, Mitarbeiter und Geschäftspartner für eine „Grandiose Zeit“.

Besitzer plant schon an Neueröffnung

Anders als beim Betreiber klingen die Aussagen von Franz Ossenbeck, Gründer der Fun Factory und nach wie vor Besitzer der Immobilie: „Wir bauen eine neue Diskothek auf. Wir erneuern die bis zu 20 Jahre alte Technik komplett. Wir stellen den Betrieb auf solide Füße“, sagt er auf Anfrage unserer Zeitung.

Aus , Schluß und vorbei...Heute gibt es leider schlechte Nachrichten, denn es ist nun endgültig und offiziell, die Fun...

Posted by Fun Factory Wildeshausen on Mittwoch, 2. Dezember 2015

In den letzten Jahren sei in der Fun Factory „einiges schiefgelaufen“. Der Umbau sei „keine Sache von einigen Tagen oder zwei Wochen“, er werde gründlich ausgeführt für eine Diskothek mit neuem Konzept.

Kein freiwilliges Ende

Das sei kein freiwilliges, sondern ein erzwungenes Aus, sagt Ossenbeck. Er verweist auf eine Räumungsverfügung mit Schlussdatum 16. Dezember.

1995 eröffnet

Eröffnet wurde die Fun Factory in Wildeshausen am 13. Oktober 1995 von den beiden Gründern Thorsten Bruns und Franz Ossenbeck. Anfang der 2000er folgte ein Anbau sowie ein Umbau der Disko im Jahr 2004. Insgesamt konnte auf mehr als 3000 Quadratmetern in fünf verschiedenen Bereichen gefeiert werden.

Neuausrichtung vor vier Jahren

Mit einer Millioneninvestition wurde im Jahr 2011 die Technik der Disko auf den neuesten Stand gebracht. Die Betreiber sprachen ein anderes Publikum an als zuvor. Das Mindestalter wurde von 16 auf 18 Jahre heraufgesetzt. Nachdem die Erwartungen jedoch nicht erfüllt werden konnten und Besucher ausblieben, wurde als Kompromiss der Einlass am Freitag wieder ab 16 Jahren gewährt.

Betreiberwechsel im vergangenen Jahr

Im Herbst 2014 übernahm Rejhan Muric die Fun Factory. Neben der Disko in Wildeshausen betreibt Muric auch die Disko „Retro“ in Delmenhorst sowie das „Studio 6“ in Hannover. Franz Ossenbeck blieb jedoch Besitzer der Immobilie.

Mitte November war bekannt geworden, dass auch die Fahrgastzahlen im Party-Shuttlebus „NachtEule“, der die Fun Factory regelmäßig ansteuerte, binnen weniger Monate drastisch eingebrochen sind . Es sei ein neues Konzept in Planung, dass die Party-Angebote in Bremen, Delmenhorst und Oldenburg verbindet.