Wittekind-Alpakas bei Familie Fortmann Alpakatag in Bürstel zieht wieder knapp 1000 Neugierige an

Von Antje Cznottka


Bürstel. Beim siebenten Alpakatag konnten die Besucher auf Tuchfühlung mit den neugierigen Tieren gehen. Die Wittekind-Alpakas waren aber nur eine der Attraktionen an Sonntag auf dem Hof der Familie Fortmann in Bürstel.

„Alpakas sind sehr neugierig. Sie interessieren sich für alles, was um sie herum passiert“, erklärt Rainer Fortmann beim siebten Alpakatag auf seinem Hof in Bürstel den Besuchern. 80 Alpakas, inklusive Pensionstieren, leben derzeit auf Reiner und Herma Fortmanns Hof am Ganderkeseer Weg. Seit elf Jahren hat Familie Fortmann Alpakas. Huacaya-Alpakas mit „Teddybärfell“ werden derzeit gezüchtet.

Kein Obst für Wittekind-Alpakas in Bürstel

Alpakas seien eher pflegeleichte Tiere, lernen die fast 1000 Besucher im Gespräch mit Rainer Fortmann. Nur mit dem Futter müsse er aufpassen. „Alpakas dürfen kein Obst oder Brot essen, weil sie natürliche Diabetiker sind“, erklärt Fortmann weiter. Mineralfutter mit organischem Zink, dass Alpakazüchter und Tierärzte in Belgien entwickelt hätten, füttere er. „Viele glauben immer, die Fellpflege bei Alpakas ist aufwendig“, sagt Rainer Fortmann bei einer der Stallführungen. Das sei es aber ganz und gar nicht. „Wir machen das Fell nur zur Schur sauber.“ Einzig auf Regen müsse man achten. „Wenn das Fell zu nass wird, verfilzt es“, fügt der Züchter an.

Bettdecken, Wolle, Mützen und Socken aus Alpakafell auf dem Hof der Familie Fortmann

Alpakas werden einmal im Jahr geschoren und liefern laut Herma Fortmann drei bis fünf Kilo Fell. „Wir lassen die Wolle dann in Dänemark verspinnen“, berichtet Rainer Fortmann. Im Erzgebirge entstehen die Bettdecken mit Alpakawolle. Decken, Wolle, Socken, Mützen, Schals, Teddybären und mehr aus Alpakawolle gibt es im Hofladen. „Wir färben unsere Wolle nicht“, berichtet Herma Fortmann. Neun verschiedene Farben von Schwarz über Weiß bis hin zu verschiedenen Brauntönen sind das. „Wir haben nur Naturtöne im Angebot.“

Natürlich mag es auch Insa Scherschanski. Die Floristin hat sich auf Naturfloristik spezialisiert. Am Sonntag baute sie beim Alpakatag mit Kindern Tannenbäume aus Naturmaterialien. Neben der Naturfloristik, Alpakawolle und Streicheleinheiten für die Wittekind-Alpakas gab es für die Besucher auch Imkerhonig, Seidenmalerei, Holzvasen aus Weidezaunpfählen, Klang- und Feuerschale, Futterhäuser für Vögel und Adventsdeko zu entdecken. Kaffee und Kuchen aus dem Melkhus und Bratwürste sorgten dafür, dass die Gäste auch satt nach Hause fuhren.

Naturnahe und lokale Produkte beim Alpakatag in Bürstel

Bei den Angeboten während des Alpakatages setzt Herma Fortmann auf lokale und nachhaltige Produkte. „Alle Anbieter kommen aus der Region und arbeiten mit der Natur“, beschreibt sie. Das sei schon seit dem ersten Alpakatag so, fügt Rainer Fortmann an. Damals hätten die Frauen aus der Nachbarschaft nur gemeinsam einen Weihnachtsmarkt organisieren wollen. Daraus sei irgendwann der Alpakatag geworden.

Weitere Informationen zu den Wittekind-Alpakas der Familie Fortmann gibt es im Internet.