Punkten mit Solar-Check Vortrag „Passt die Sonne auf Ihr Dach?“ in Ganderkesee

Von Katja Butschbach

Werben für den Solar-Check: (v.l.) Energieberater Reinhard Windels, Hartmut Beckmann (Energiekontor), Klimaschutzmanager Lars Gremlowski und Sven Siemering und Claudia Wilkens (Meyer Technik).Foto: K. ButschbachWerben für den Solar-Check: (v.l.) Energieberater Reinhard Windels, Hartmut Beckmann (Energiekontor), Klimaschutzmanager Lars Gremlowski und Sven Siemering und Claudia Wilkens (Meyer Technik).Foto: K. Butschbach

Ganderkesee. Jeweils sechs bis acht Prozent Rendite bringen sowohl Solarthermie als auch Solarstrom: Diese Zahlen haben Experten jetzt bei einem Pressegespräch zur Solarcheck-Aktion des Landkreises genannt. Sie räumten zudem auf mit falschen Vorstellungen zum Thema Solarstrom und -thermie.

Seit dem 7. September, dem Start der Solar-Check-Aktion, sind kreisweit 150 Anmeldungen eingegangen; aus Ganderkesee sind es 27. Bis zum 18. Oktober werden weitere Anmeldungen von Besitzern von Ein- oder Zweifamilienhäusern für die kostenlosen Checks entgegengenommen. Abgearbeitet werden die Checks laut Klimaschutzmanager Lars Gremlowski etwa bis Ende November.

Beratung dauert eine Stunde

Rund eine Stunde dauert die Beratung, die von unabhängigen Beratern wie Reinhard Windels angeboten wird. Es geht dabei darum, was für die jeweiligen Hausbesitzer am sinnvollsten ist – etwa Photovoltaik oder Solarthermie. Im Zuge der Aktion ist der Vortragsabend „Passt die Sonne auf Ihr Dach?“ geplant: Sven Siemering und Claudia Wilkens von Meyer Technik informieren über Solarstrom; Hartmut Beckmann vom Energiekontor Oldenburg spricht über Solarthermie.

Hausbesitzer sind unsicher

Viele Hausbesitzer, so Gremlowski, seien hinsichtlich der Amortisationszeit von Photovoltaikanlagen vollkommen unsicher. Siemering ergänzt, dass die Anlagen wesentlich günstiger geworden seien: Kostete eine Anlage früher 30.000 Euro, seien es heute 7500 Euro. Auch müssten die Anlagen nicht zwingend auf einem Süddach angebracht werden. Für zehn bis zwölf Cent könne die Kilowattstunde Strom produziert werden, so Wilkens. Beim Stromversorger zahle man 22 Cent.

40 bis 60 Prozent Ersparnis

Die Bedeutung der Solarthermie hob Hartmut Beckmann hervor: Sie sei losgelöst von der Photovoltaik. Heizen und Warmwasserbereitung seien damit möglich. Bei einer überalterten Heizung, die sowieso erneuert werden müsse, könne Solarwärme integriert werden. Neben dem Klimaschutz sei die Kostenersparnis wichtig. Bei den über 5000 Solarthermie-Anlagen in der Region gebe es eine Energieersparnis von 40 bis 60 Prozent.


nHausbesitzer können sich bis zum 18. Oktober unter (04222) 44-405 oder l.gremlowski@ganderkesee.de beim Klimaschutzmanager für den Solar-Check anmelden. Für das Klimaschutz-Prämienprogramm der Gemeinde können Punkte gesammelt werden: 150 Klimapunkte gibt es für den Solar-Check, weitere 150 für den Besuch des Vortrags. Für eine Prämie sind 700 Punkte erforderlich. Der Vortrag am Dienstag, 29. September, beginnt um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.