ZWAIG bietet Vortrag Ganderkesee: Schüler sollen früh Stärken erkennen

Setzen sich für die berufliche Zukunft von Schülern ein und werben für einen Vortrag am 15. September: (von links) Sabine Burgdorf, Rolf Stiening, Jutta Lotze-Scherb und Norbert Klüh. Foto: Katja ButschbachSetzen sich für die berufliche Zukunft von Schülern ein und werben für einen Vortrag am 15. September: (von links) Sabine Burgdorf, Rolf Stiening, Jutta Lotze-Scherb und Norbert Klüh. Foto: Katja Butschbach

Ganderkesee. Mit dem Spiel „IdentiFIND“ sollen Siebtklässler ihren Stärken auf die Spur kommen. Um die Ausbildung aus Sicht Jugendlicher dreht sich ein Vortrag von ZWAIG am Dienstag.

Wie können Ausbildungsgänge interessant gemacht werden, auf die Jugendliche sonst nicht unbedingt kommen? Unter anderem um diese Frage geht es am Dienstag, 15. September, bei einem Vortrag, zu dem die Ausbildungsplatzinitiative ZWAIG ins Rathaus einlädt. Diplom-Soziologe Frank Tillmann spricht über die „Attraktivität des dualen Ausbildungssystems aus Sicht von Jugendlichen“.

Schwierigkeiten, Ausbildungsplätze zu besetzen

Er bezieht sich auf eine Studie des Deutschen Jugendinstituts, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde: Unternehmen haben, heißt es in einer Ankündigung, in den vergangenen Jahren zunehmend Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen; viele Jugendliche schlagen einen akademischen Weg ein. Die Berufe Maurer und Restaurantfachmann seien unbeliebt, erläutert ZWAIG, Mechatroniker und Industriekaufmann hingegen begehrt. Einige Betriebe, so Klüh, versuchten mittlerweile, mit übertariflichem Gehalt und mehr Urlaubstagen Bewerber in die Ausbildung zu locken.

In den Ergebnissen der Studie, so Rolf Stiening von ZWAIG, finde man sich sehr stark wieder: Seit Jahren kümmere man sich um eine stärkere Präsenz von Betrieben an Schulen. 400 Einladungen für den Vortrag sind verschickt worden – Zielgruppe seien Schüler, Elternvertreter, Lehrer, Betriebsinhaber und die Politik. Vom Vortrag erhofft sich auch ZWAIG Handlungsanregungen.

„IdentiFIND“

Bei der Berufsorientierung will ZWAIG außerdem bereits ab der siebten Klasse mit Schülern arbeiten: Mit dem Spiel „IdentiFIND“, das verschiedene Stationen und Teamaufgaben beinhaltet, sollen Schüler ihre Stärken kennenlernen. Auch erfahren sie, in welchem Berufsfeld – etwa Soziales oder Technik – sie erfolgreich sein könnten.

Angebot soll ein Start sein – „und Mut machen“

Wenn die Finanzierung gelinge, so Norbert Klüh von ZWAIG, könne das Projekt an allen Schulen des Landkreises umgesetzt werden. Insgesamt werden 10000 Euro investiert. Das niederschwellige Angebot solle ein Start sein – „und Mut machen“.

Wie Sabine Burgdorf erklärte, haben Schüler damit die Möglichkeit, etwas über sich zu erfahren, ohne dass ihnen jemand etwas vorschreibt. Viele orientierten sich bei der Berufswahl an ihrem Umfeld. Im Weser-Ems-Gebiet, sagt Klüh, könne ZWAIG einer der ersten mit diesem Angebot sein.


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