Kontaktstelle in Wildeshausen Landkreis und Uni Oldenburg rücken zusammen

Carsten Haring, Gunilla Budde, Hans Michael Piper (vorne von links), Axel Lindemann, Uwe-Jens Kruse und Hans-Werner Aschoff (hinten von links) beim Signieren der Kooperationsvereinbarung. Foto: Reiner HaaseCarsten Haring, Gunilla Budde, Hans Michael Piper (vorne von links), Axel Lindemann, Uwe-Jens Kruse und Hans-Werner Aschoff (hinten von links) beim Signieren der Kooperationsvereinbarung. Foto: Reiner Haase

Wildeshausen. Im Kreishaus in Wildeshausen wird eine Kontaktstelle der Universität Oldenburg eingerichtet. Helle Köpfe sollen in der Region gehalten werden.

Die Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg will sich stärker in der Region verankern. Der Landkreis Oldenburg will mehr helle Köpfe unter den Abiturienten in der Region halten. Deshalb haben Uni-Präsident Hans-Michael Piper, Vizepräsidentin Gunilla Budde und Landrat Carsten Harings am Mittwoch per Unterschrift fixiert, dass im Kreishaus in Wildeshausen eine Kontaktstelle eingerichtet wird und die Universität die Kontaktstelle mit Informationen rund um das Studieren in Oldenburg versorgt.

Oldenburg und die Welt

An einem der gut ausgestatteten Gymnasien des Landkreises Oldenburg das Abitur machen, aber dann hinaus in die weite Welt: Diesen Wunsch kann Axel Lindemann, die künftige Kontaktperson, gut verstehen. „Ich will aber vermitteln, dass man mit der Uni Oldenburg raus in die Welt kommen kann“, sagte er am Mittwoch. Als Beispiel wurde die European Medical School benannt, ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Oldenburg und Groningen. Auf Auslandssemester und andere internationale Kontakte im Wissenschaftsbetrieb wurde auch hingewiesen. „Vielleicht liegt Unkenntnis der Entscheidung für ein Studium weiter außerhalb zugrunde“, meinte Lindemann. „Es gibt in Oldenburg Studienberatungstage. Es gibt ein neues Studienberatungsgebäude mit allem drum und dran. Kennen unsere Schüler diese Angebote?“, fragte Lindemann.

Aktuelles aus der Uni

Er wolle nicht darauf warten, dass Schüler mit Fragen bei ihm auftauchen, sondern sein Wissen über Aktuelles und Besonderes an der Uni Oldenburg aktiv übermitteln. Einen einfachen Weg benannte er schon mal: Als stellvertretender Schulamtsleiter mit Zuständigkeit für den Bereich Gymnasien habe er viele Kontakte zu Lehrern, insbesondere zu den Schulleitungen.

Klebeeffekt nutzen

Mit sechs Fakultäten und fast 100 Studiengängen für 14000 Studenten sei die Uni Oldenburg gut aufgestellt, sagte Vizepräsidentin Budde. Präsident Budde wies auf den „Klebeeffekt“ zugunsten der Region hin: Wissenschaftler bleiben oft in der Region, in der sie studiert haben.


Eine Wissenschaftssoirée ist am Donnerstag, 3. September, die nächste Veranstaltung mit Scharnierfunktion zwischen der Universität Oldenburg und der Region. Sie beginnt um 18.30 Uhr im Hörsaalzentrum am Uhlhornsweg in Oldenburg und wird von der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) veranstaltet.

Die Gäste können den thematischen Schwerpunkt selbst auswählen: Parallel halten die Uni-Professoren Dr. Torsten Jörg Selck, Dr. Susanne Boll, Dr. Gerd Hentschel, Dr. Andrea Strübind, Dr. Thorsten Dittmar und Dr. Alexandra Philipsen Vorträge aus den Fachbereichen Politik, Informatik, Slavistik, Theologie, Meereswissenschaften und Psychiatrie zu den Themen Allheilmittel Demokratie, Technologie zum Anziehen, Russland, Weißrussland und Ukraine, 500 Jahre Reformation, Moleküle aus der Tiefsee und ADHS. Zum Abschluss gibt es ein ungezwungenes Beisammensein mit Musik.

Mehr Informationen zur UGO und ihren Aktivitäten gibt es bei Svea von Mende, Telefon (0441) 36117010, und im Internet unter www.uni-oldenburg.de/ugo/.

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