Lieblingsorte in Ganderkesee Ganderkeseer entdeckt Wandel in der Gemeinde beim Walken

Von Antje Cznottka

Diet Wessel rastet während seines zehn Kilometer langen Marsches gern an der Wassermühle in Elmeloh. Dort hält er Ausschau nach Fischen, die die Fischtreppe hinaufspringen. Foto: Antje CznottkaDiet Wessel rastet während seines zehn Kilometer langen Marsches gern an der Wassermühle in Elmeloh. Dort hält er Ausschau nach Fischen, die die Fischtreppe hinaufspringen. Foto: Antje Cznottka

Ganderkesee. Diet Wessel entführt an seinen Lieblingsort in Ganderkesee. Auf seiner Walkingstrecke entdeckt er seit mehr als zehn Jahren die Gemeinde immer wieder neu.

Wenn sich Diet Wessel, Kassenwart beim Ganderkeseer Tennisverein, um fünf Uhr morgens aufmacht, seine Walkingstrecke zurückzulegen, läuft er „direkt in den Sonnenaufgang hinein“. Parallel zur Autobahn geht es auf Wessels „Hausstrecke“ in einer Runde von zehn Kilometern, vom Nettozentrallager bis zur Wassermühle und wieder zurück.

Fit durch die Ganderkeseer Natur

„Vier- bis fünfmal in der Woche walke ich. Am Wochenende starte ich manchmal erst um sechs“, erklärt Wessel. Morgens ist es noch nicht warm und die Straße noch leer. Einerseits wolle er sich fit halten, andererseits genieße er die Natur.

Wandel in Ganderkesee beim Walken miterlebt

Entdeckt hat Wessel die Strecke, als er 2004 nach Ganderkesee gezogen ist. „Ich bin einfach immer der Nase nach“, erinnert sich der 62-Jährige. „Nach über zehn Jahren gibt es aber immer noch Neues zu entdecken.“

Als er das erste Mal zu seiner eineinhalbstündigen Tour aufgebrochen ist, habe es einige der Bauernhöfe, an denen er heute vorbeikommt noch nicht gegeben, und die Sandkuhle hinter dem Nettozentrallager sei nur ein kleines „Sandloch“ gewesen.

Wessel will Gäste durch Ganderkesee führen

An der Wassermühle in Elmeloh legt Wessel immer eine kleine Pause ein und beobachtet die Fischtreppe. „Ich warte auf Fische, die hoch springen, habe aber leide noch keine gesehen“, berichtet Wessel. Dafür hat er in diesem Jahr die Küken einer Ente aufwachsen sehen. „Mittlerweile kann ich Mutter und Küken kaum noch unterscheiden“, sagt der Sportbegeisterte.

Ende des Jahres geht Wessel in den Ruhestand. Dann will er als Gästeführer seine „Hausstrecke“ auch anderen Sport- und Naturfreunden zeigen.


In einer Reihe stellt das dk Lieblingsorte von Bürgern aus der Gemeinde Ganderkesee vor. Wer seinen Lieblingsort vorstellen möchte, sendet eine e-Mail an redaktion-gan@dk-online.de