MSC Moor plant Wiederaufbau Stenumer Motorsportler nach Brand dankbar für Hilfe

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Stenum. Ein Großfeuer hatte im Februar Werkstatt und Autos des MSC Moor vernichtet. Von der Welle der Hilfsbereitschaft, die darauf folgte, sind die Motorsportler überwältigt. Der Wiederaufbau ist geplant.

„Wenn wir nur die Uhr zurückdrehen könnten“, sagt Hartmut Steiner, Webmaster der Autocrossfreunde des MSC Moor. Zurück auf den 22. Februar, kurz vor halb vier. „Dann würden wir das Unglück abwenden“, setzt Vereinskamerad Bernd Stöver das Wunschdenken fort. Genau um 15.26 Uhr geriet damals an der Straße Steenhafer Berg die große Scheune, ihr Vereinsdomizil, in Brand. „Es war ein Unfall“, nennt Steiner die Brandursache.

Großfeuer verschlingt gesamten Vereinssitz

Damals mussten die Mitglieder des MSC Moor schockiert mit ansehen, wie ihre Werkstatt trotz des Einsatzes von rund 100 Feuerwehleuten zum Raub der Flammen wurde.

Alles verschlang das Großfeuer – neun Rennwagen, sämtliche Ersatzteile, Werkzeuge, das gesamte Inventar und vor allem jede Menge Erinnerungen. Denn seit Mitte 1993 waren sie in dem Gebäude beheimatet gewesen. „Zum Glück ist niemand verletzt worden, auch das Hauptgebäude konnte gerettet werden“, sagt Bernd Stöver, einer der aktiven Fahrer des Vereins. Er wohnt in dem Haus direkt neben dem Brandort. Auch der Werkstattanhänger stand zum Brandzeitpunkt weit genug weg.

Verein wagt Neubeginn

Doch seit dem Sonntagnachmittag im Februar ist nichts mehr so wie früher: „Wir mussten bei Null anfangen“ , blickt Steiner zurück. Dennoch gelang es dem MSC Moor, schon im Mai wieder in die Rennsaison einzusteigen.

Welle der Hilfsbereitschaft rührt zu Tränen

Viele Freunde halfen dabei: „Die Hilfsbereitschaft hat uns umgehauen, ganz harte Kerle hatten plötzlich Tränen in den Augen, weil sie so gerührt waren“, verrät der Motorsportfreund. Befreundete Clubs schenkten den Stenumern gebrauchte Rennfahrzeuge, Geld- und Sachspenden kamen bei Benefizaktionen oder durch Sponsoren hinzu. Und nachdem die Versicherung das Gebäude freigegeben hat, konnte die Ruine kürzlich abgerissen werden. Nur die von den Flammen verrußte Bodenplatte zeugt noch von dem Unglück. Jetzt soll der Wiederaufbau so rasch wie möglich beginnen.

Neubau könnte 2015 beginnen

„Wir haben schon beim Bauamt angefragt, wir würden gerne eine Stahlhalle errichten“, sagt Steiner. Größter Wunsch der Autofreunde wäre es, wenn sie schon zu Weihnachten ein neues Dach über dem Kopf hätten. „Aber das ist wohl eher unwahrscheinlich“, sagt Steiner. Von einer „gewissen Normalität“ sei man noch weit entfernt, trotz der großen Unterstützung. Stöver: „Vieles muss noch immer improvisiert werden, ganz ohne Treffpunkt, Werkstatt und Ort der Geselligkeit, geht es einfach nicht.“ Auch die Autos stehen verstreut in Privatgaragen oder Firmenhallen. „Wir sehnen uns nach einer festen Bleibe“, sagt Steiner.

Vielleicht erfüllt sich ihr Wunsch ja doch noch zu Weihnachten. „Die Daumen drücken“, ruft Steiner.


Ein Großbrand hat am Sonntag, 22. Februar 2015, die Lager- und Werkstatthalle des Motorsportclubs MSC moor in Stenum zerstört. Verletzt wurde niemand. Das Feuer in der Scheune mit Werkstatt am Steenhafer Berg brach nach Mitteilung der Polizei gegen 15.26 Uhr aus. Die Ursache ist bislang noch unklar. In der 20 mal 40 Meter großen Scheune befanden sich unter anderem neun Autocross-Fahrzeuge. Die Polizei half dabei, den Brandort weiträumig abzusperren. Das Gebäude wurde völlig zerstört. Der Schaden wurde auf 100.000 Euro geschätzt.

Im Einsatz waren laut Torben Skibbe, Gemeindepressewart der Feuerwehr Ganderkesee, etwa 100 Kräfte der Feuerwehren Ganderkesee, Schierbrok-Schönemoor, Bookholzberg und der Berufsfeuerwehr Delmenhorst. Die große Rauchwolke war weithin über Stenum bis nach Ganderkesee zu sehen.

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