Sandhatten vorerst kein Thema Jugendherbergen stocken Plätze für Flüchtlinge auf

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Symbolbild: dpaSymbolbild: dpa

Oldenburg/Bremen (epd/kb). Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen haben die Jugendherbergen des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) ihre Plätze für Flüchtlinge aufgestockt.

In Niedersachsen bieten die Jugendherbergen Bad Iburg ab Oktober und Zeven-Bademühlen seit März insgesamt knapp 300 Plätze. Jugendherbergen in Lingen und Meppen bieten Freizeiten für Flüchtlingskinder an.

900 Plätze in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen werden sechs Jugendherbergen ab Oktober für vier Monate insgesamt bis zu 900 Plätze zur Verfügung stellen, wie der Sprecher des DJH Knut Dinter am Dienstag in Detmold erklärte.

Darüber hinaus gebe es die Option für sieben weitere Herbergen mit weiteren 950 Plätzen. Auch in Bayern werde jetzt die Jugendherberge Burghausen knapp 150 Flüchtlinge von Oktober an bis zum Frühjahr aufnehmen.

Positive Erfahrungen in Sandhatten gemacht

In den Einrichtungen, in denen bislang Flüchtlinge untergebracht wurden, seien in sämtlichen Fällen positive Erfahrungen gemacht worden, sagte Dinter. So waren in Jugendherbergen Sandhatten, Bremen sowie in Oldenburg in den Wintermonaten rund 100 Flüchtlinge untergekommen.

Genossenschaft in Sandhatten hat keinen Beschluss zur Flüchtlingsunterbringung

Ob in Sandhatten erneut Flüchtlinge unterkommen sollen, ist laut Thorsten Gerth von der Genossenschaft Huntetal eG, die die Jugendherberge gekauft hat, vollkommen offen. Die Herberge wird zum Ökodorf umgebaut, die neuen Bewohner – 20 Erwachsene und acht Kinder – müssen erst noch einziehen. Zur Flüchtlingssituation sagte Gerth, dass man berate, „ob und was man tun“ könne. „Wir haben derzeit in der Gemeinschaft keinen Beschluss dazu.“ So viele Flüchtlinge wie im Winter 2014 in dem Gebäude unterzubringen, sei nicht mehr möglich, da Wände herausgerissen worden seien und es nicht mehr so viele Zimmer gebe.

„Gesellschaftliche Verantwortung“

Auch in Nordrhein-Westfalen waren Flüchtlinge in den Herbergen Monschau, Solingen und Wuppertal untergebracht. In der Jugendherberge Berlin International befinden nach Angaben des Jugendherbergswerks derzeit zwölf jugendliche Flüchtlinge vorübergehend in der Erstaufnahme.

Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen haben auch laut DJH die Landesverbände Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz/Saarland erklärt. „Die Jugendherbergen haben eine gesellschaftliche Verantwortung, insofern fühlen wir uns selbstverständlich verpflichtet, in Notfällen zu helfen“, erklärte DJH-Hauptgeschäftsführer Bernd Dohn.


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