Hospizkreis in Hude aktiv Trauergruppe vermittelt Lebenshilfe auf Augenhöhe

Von Reiner Haase

Sina Bachmann, Susanne Lebedinzew, Hanna Otter-Sandstedt und Oliver Uhlhorn stellen die neue Trauergruppe in Hude vor. Foto: Reiner HaaseSina Bachmann, Susanne Lebedinzew, Hanna Otter-Sandstedt und Oliver Uhlhorn stellen die neue Trauergruppe in Hude vor. Foto: Reiner Haase

Hude. Der Hospizkreis Ganderkesee bietet in Hude eine geschlossene Trauergruppe an. Vertraulichkeit ist ein wichtiges Prinzip.

Den Tagen wieder Leben geben – das ist laut Hanna Otter-Sandstedt ein wichtiges Ziel der Trauergruppe, die sich ab September regelmäßig im Abstand von zwei Wochen in Hude trifft. Otter-Sandstedt leitet die vom Hospizkreis Ganderkesee angebotene Gruppe mit Oliver Uhlhorn und Susanne Lebedinzew.

Riten geben Halt

„Die Trauernden erleben in der Gruppe, dass sie nicht verletzt werden, weil sich alle in einer ähnlichen Situation befinden“, sagt Otter-Sandstedt. Jeder werde da abgeholt, wo er steht, Vertraulichkeit sei ein festes Prinzip. Ein ritualisierter Ablauf gebe den Gruppentreffen Struktur und den Teilnehmern Orientierung.

Treffen bei der Diakonie

Die geschlossene Trauergruppe trifft sich von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr in der Diakonie-Sozialstation an der Parkstraße in Hude. Dem ersten Treffen am Donnerstag, 10. September, ist ein Gespräch vorgeschaltet, in dem Otter-Sandstedt weitere Informationen gibt und festlegt, ob die interessierte Person in die Gruppe passt. „Zu frisch sollte der Schmerz des Verlustes nicht sein“, weiß sie aus Erfahrung, „das kann zur Überforderung führen.“

Es darf auch gelacht werden

Auch drei Jahre nach dem Verlust könne Trauer noch anhalten, ergänzt Susanne Lebedinzew: „Es ist nie zu spät, in die Trauergruppe zu gehen.“ In der Gruppe dürfe geweint werden, es werde aber auch nicht selten gelacht, sagt Oliver Uhlhorn; manchmal gehe es um so Alltägliches wie die Gartenpflege.

Teilnahme verbindlich

Für das Vorgespräch ist Otter-Sandstedt unter Telefon (04223) 8575 zu erreichen. Das erste Treffen zum Kennenlernen der Gruppenleiter und -mitglieder ist noch unverbindlich. Danach erwarten die Trauerbegleiter eine verbindliche Teilnahme.