Müllfrevel in Gemeinde Ganderkesee Polstersessel und Tisch illegal in Landschaft entsorgt

Von Thomas Deeken

Halbes Wohnzimmer in der Landschaft: Linda Schubert vom Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh ärgert sich seit Jahren über Müll in der Landschaft. Am Dienstag, 4. August, hat sie entsorgte Möbelstücke in Almsloh im Gebüsch gefunden und zusammengetragen. Foto: Thomas DeekenHalbes Wohnzimmer in der Landschaft: Linda Schubert vom Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh ärgert sich seit Jahren über Müll in der Landschaft. Am Dienstag, 4. August, hat sie entsorgte Möbelstücke in Almsloh im Gebüsch gefunden und zusammengetragen. Foto: Thomas Deeken

Almsloh. Ganz in der Nähe des ehemaligen Sandabbau-Gebietes in Almsloh in der Gemeinde Ganderkesee ist wieder einmal jede Menge Müll weggeworfen worden. Dabei geht es diesmal unter anderem um zwei große Polstersessel, einen Tisch und anderen Unrat.

Linda Schubert vom Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh ist richtig sauer. Denn im Bereich des ehemaligen Sandabbau-Gebietes haben wieder einmal Müllfrevler zugeschlagen. Sie entsorgten quasi ein halbes Wohnzimmer in der Landschaft – zwei große Polstersessel, ein Tischgestell, eine Tischplatte mit zerbrochenen Fliesen sowie eine Holzpalette, einen Sack mit Dämmwolle und weiteren Unrat. Am Dienstag, 4. August 2015, zog die Almsloherin den ganzen Müll aus dem Gebüsch auf die alte Bonkestraße, „wo der Landkreis dann alles abholt“.

Großes Sofa im Gebüsch versteck

Die illegale Entsorgung nahe der Sandgrube ist bereits seit vielen Jahren ein großes Problem. „Da kommt wöchentlich was dazu“, weiß Linda Schubert, die ganz in der Nähe wohnt, zwischendurch immer mal wieder mit dem Rad auf Tour ist und dann jede Menge Müll entdeckt. „Dabei geben sich die Leute sogar richtig Mühe, alles in den Büschen zu verstecken“, sagt sie und erinnert sich dabei an ein großes blaues Sofa.

Bauschutt und Grabstein entsorgt

Auf dem Areal stünden auch zwei große Säcke mit Bauschutt und ein Grabstein, was der Polizei bereits gemeldet sei, sowie große Teile eines Parkettfußbodens. Darüber hinaus habe sie auch schon mehrere Zeitungsstapel in den Brombeeren gesehen.

Linda Schubert sammelt selbst Müll ein

Alle zwei Monate sei die Almsloherin selbst mit einem großen blauen Sack unterwegs, um alles einzusammeln, was da so rumliegt. Das gehe dann schon an der Ecke Elmeloher Straße los, wo inzwischen regelmäßig Alufolien, Joghurt-Becher und Kunststoffverpackungen lägen. „Genau da, wo Autofahrer öfter Pausen machen“, so Linda Schubert, die sich neben der Entsorgung von Kunststoffen, Haus- und Sperrmüll auch über das Abladen von Kompost- und Grünabfällen ärgert. Da gehe es nicht nur um Rasenschnitt und Äste, sondern auch um Kartoffeln und Kohlrabi.

Bußgeld ab 50 Euro

Mehrmals im Jahr informiere die Almsloherin den Landreis, der den Müll dann abholt – abgesehen vom Biomüll. „Das machen wir nur, wenn es um wirklich große Mengen geht“, informiert Dieter Hahn, Amtsleiter für Bodenschutz und Abfallwirtschaft, der darauf hinweist, dass die illegale Entsorgung keinesfalls ein Kavaliersdelikt sei. Wer erwischt wird, müsse mindestens mit einem Bußgeld ab 50 Euro aufwärts rechnen.

Strafanzeige bei gefährlichen Abfällen

Wären diejenigen ertappt worden, die jetzt aktuell Polstermöbel, Tisch und den anderen Unrat weggeworfen haben, könnte sich die Strafe durchaus auf rund 800 Euro summieren, so Hahn. Und wer gefährliche Abfälle wie beispielsweise Dosen mit Farben wegschmeißt, könne sich sogar auf eine Strafanzeige einstellen. Wiederholungstätern könne dann auch eine Freiheitsstrafe drohen. „Und dann gilt man als vorbestraft“, erläutert der Amtsleiter.


Hinweise auf illegale Entsorgung von Müll und auf diejenigen, die ihren Unrat in die Landschaft geworfen haben, nimmt der Landkreis unter Telefon (04431) 85443 und 85216 entgegen.