Alfred Schmidt-Petzold arbeitet bei Stöber Ganderkeseer „Bücherwurm“ feiert Dienstjubiläum

Von Antje Cznottka

Alfred Schmidt-Petzold berät seit 25 Jahren Kunden bei Stöber. Seine Leseleidenschaft, die er gern mit den Kunden teilt, hat ihm den Spitznamen „Bücherwurm“ eingetragen. Foto: Antje CznottkaAlfred Schmidt-Petzold berät seit 25 Jahren Kunden bei Stöber. Seine Leseleidenschaft, die er gern mit den Kunden teilt, hat ihm den Spitznamen „Bücherwurm“ eingetragen. Foto: Antje Cznottka

Ganderkesee. Alfred Schmidt-Petzold arbeitete am Samstag, 1. August 2015, seit nunmehr 25 Jahren bei Stöber in Ganderkesee. Seine Leseleidenschaft und seine Freude am Kundenkontakt wissen die Ganderkeseer zu schätzen.

Die Leidenschaft fürs Lesen und Bücher ist Alfred Schmidt-Petzold in seinen 25 Jahren als Verkäufer beim Fachhandel für Bürobedarf Stöber am Ring in Ganderkesee zugutegekommen. „Ich lese gern Biografien, Sachbücher und englische Kriminalliteratur“, erzählt der 44-Jährige. Jedes Buch im Sortiment von Stöber habe er nicht gelesen, gibt Schmidt-Petzold zu. Aber zumindest die Zusammenfassungen kenne er.

Alfred Schmidt-Petzold als Bücherwurm in Ganderkesee bekannt

Dieses Engagement hat ihm unter den Kunden auch den Spitznamen „Bücherwurm“ eingebracht. Doch nicht nur seiner Leseleidenschaft hat Schmidt-Petzold diesen Namen zu verdanken. „Ich forsche so lange, bis ich gefunden habe, was der Kunde sucht. Auch wenn ich das Buch direkt beim Verlag bestellen muss“, erklärt Schmidt-Petzold. Das sei früher, als er keine Computer hatte und nur aus Katalogen schöpfen konnte, schwieriger gewesen.

Schulbuchbestellungen in der zweiten Generation

Darüber hinaus nimmt er seit 25 Jahren die Schulbuchbestellungen bei Stöber an. „Mittlerweile kommen Kinder zu mir, deren Eltern ich schon Schulbücher verkauft habe“, erzählt der Verkäufer. „Die Kinder sagen nicht, sie gehen zu Stöber. Sie sagen, sie gehen zu Alfred und bestellen ihre Bücher.“ Daran merke er auch, dass er älter würde, sagt Schmidt-Petzold amüsiert. Wie viele Schulbücher er in seinen 25 Jahren bei Stöber verkauft hat, kann er nicht sagen. „Wir packen aber etwa 800 Schulanfängertüten pro Jahr“, berichtet der 44-Jährige.

Bei Stöber in Ganderkesee lernt Schmidt-Petzold über seinen Schatten zu springen

Seine Ausbildung hat Schmidt-Petzold 1990 nach einem berufspraktischen Jahr bei Stöber begonnen. Das Zwischenmenschliche und der persönliche Kontakt hätten ihn schon immer fasziniert, obwohl er zu Beginn seiner Verkäufertätigkeit dazu über seinen Schatten springen musste. „Ich war sehr schüchtern und es hat mich viel Überwindung gekostet, auf die Kunden zuzugehen“, berichtet Schmidt-Petzold.

Dass sie in kleineren Läden nicht nur Nummern seien, schätzen die Kunden auch heute: „Die Kunden lassen sich gern von mir bedienen, weil sie sich nicht abgefertigt fühlen“, sagt der Jubilar. Er könne sich nur schwer vorstellen in einem großen Warenhaus zu arbeiten.

Kunden in Ganderkesee zeigen Anteilnahme

Vor allem, weil er auch etwas von den Kunden zurückbekommt. Nach einem Todesfall hätten sie ihm viel Anteilnahme entgegengebracht. „Sie haben mich spüren lassen, dass ich nicht allein bin“, erinnert sich Schmidt-Petzold. Sicher habe es auch in seinem Berufsleben Höhen und Tiefen gegeben, aber alles, was er erlebt habe, habe ihn selbstbewusster und stärker gemacht.

Tipp der Tante sorgt für Erfolgserlebnis bei Stöber in Ganderkesee

Und wenn doch mal ein Kunde ungehalten sei, befolge Schmidt-Petzold den Rat seiner Tante: „Wenn jemand nicht nett ist, zeig ihnen, wie es besser geht.“ Ein „schönes Erfolgserlebnis“ sei es, wenn sich die Laune des Gegenübers dann verbessere.