Baugebiet „Bargup“ in Bookholzberg Mietrach hofft auf ersten Spatenstich im Herbst 2016

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Hofft auf ein zügiges Vorgehen in puncto Baugebiet „Bargup“ und Bahnlärm: CDU-Fraktionsvorsitzender Dietmar Mietrach aus Bookholzberg. Foto: Thomas DeekenHofft auf ein zügiges Vorgehen in puncto Baugebiet „Bargup“ und Bahnlärm: CDU-Fraktionsvorsitzender Dietmar Mietrach aus Bookholzberg. Foto: Thomas Deeken

Bookholzberg. Im geplanten Baugebiet „Bargup“ in Bookholzberg sollte dringend etwas passieren. Denn im Ort gebe es einen großen Bedarf an Baugrundstücken. Das hat Dietmar Mietrach, CDU-Fraktionsvorsitzender aus Bookholzberg, in einem Gespräch mit dem dk betont. Er hofft, dass das Thema im nächsten Gemeindeentwicklungsausschuss nach den Sommerferien behandelt wird.

Eigentlich sollte es nach dem Verkauf der letzten Baugrundstücke am Vollersweg in Bookholzberg nahtlos mit dem Angebot weiterer Flächen in einem anderen Teil des Ortes weitergehen. „Dort ist allerdings schon seit gut zwei Jahren alles verkauft. Seitdem ist aber nicht viel passiert“, sagt der Bookholzberger CDU-Fraktionsvorsitzende Dietmar Mietrach. Und das, obwohl schon seit mehr als fünf Jahren immer mal wieder ein weiteres Areal im Gespräch sei: das Baugebiet „Bargup“ zwischen Nutzhorner Straße und Bahnlinie. „Hier muss dringend etwas geschehen. Denn wir haben bei uns in Bookholzberg großen Bedarf an Baugrundstücken“, betont der CDU-Politiker.

Thema soll im nächsten Ausschuss diskutiert werden

Bisher habe es lediglich einen Aufstellungsbeschluss gegeben, so Mietrach. Er hofft darauf, dass über das Thema im nächsten Gemeindeentwicklungsausschuss nach den Sommerferien positiv abgestimmt werde, sodass schnell mit den nächsten Arbeiten begonnen werden könne. Sein Wunsch: erster Spatenstich im Herbst 2016.

Insgesamt geht es um zwei Flächen, die derzeit durch den kleinen Schotterweg Bargup getrennt werden, der Richtung Bahnlinie führt. Das eine Areal, das derzeit brach liegt, gehört laut Mietrach der Gemeinde, das andere, zurzeit als Getreidefeld genutzt, sei in privater Hand. Für beide Flächen sollte es eine Gesamtplanung geben, später aufgeteilt in mindestens zwei Bauabschnitte, sagt der Bookholzberger Politiker.

Feuerwehr und THW nicht mehr interessiert

Bruno Müller, Fachdienstleiter in der Gemeinde Ganderkesee im Bereich Bauleit- und Entwicklungsplanung, bestätigte, dass es eine Planung für das gesamte, derzeit etwa 12,5 Hektar große Areal mit möglicherweise etwa 80 Baugrundstücken geben soll. Es sei vorgesehen, am 24. September im Ausschuss für Gemeindeentwicklung einen Auslegungsbeschluss anzupeilen. Danach könnte der Plan für vier Wochen öffentlich ausgelegt werden. Weil in nächster Zeit aber noch viele Fragen beantwortet werden müssten, sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz klar, ob „Bargup“ tatsächlich Thema im Ausschuss werde, so Müller.

Ursprünglich hatten sich Mietrach zufolge auch das Technische Hilfswerk sowie die Bookholzberger Feuerwehr für ein Grundstück auf dieser Gesamtfläche interessiert. Die seien aber inzwischen abgesprungen. Dagegen gebe es nach wie vor ein großes Interesse von Netto, sich mit einem Verbrauchermarkt im Eckbereich Nutzhorner Straße/Bargup anzusiedeln, weiß der CDU-Politiker. Außerdem sollten Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mietwohnungen für junge und ältere Menschen entstehen. Diese Wohnungen sollten barrierefrei und auch bezahlbar sein.

Schulz-Berendt sieht Gefahr durch alte Deponie

Zu den wenigen, die das Gebiet ablehnen, zählt nach wie vor Grünen-Ratsherr Dr. Volker Schulz-Berendt. Für ihn gehe aufgrund der Nähe zur alten Deponie weiterhin potenzielle Gefahr aus. Er habe lange bei Umweltschutz Nord gearbeitet und könne es gut beurteilen, wenn es um gefährliche Altlasten gehe. Ein zweiter Grund, „Bargup“ nicht zuzustimmen, sei der Bahnlärm. Mietrach zufolge hätten Untersuchungen ergeben, dass seitens der Deponie keine Gefahren drohen würden. Und wegen des Bahnlärms sollte sich der künftige Investor kümmern – mit kleinem Wall und hochwertiger begrünter Wand zum Beispiel. Die Kosten dürften sich dann vermutlich auf die Grundstückspreise auswirken.

Lärmschutz werde allerdings nicht überall benötigt. Denn auf der Getreidefeld-Seite soll das kleine Wäldchen entlang der Bahnlinie als natürlicher Schutz erhalten bleiben. Und auch das kleine Biotop, das aus einer Sandkuhle entstanden ist, soll nicht zugeschüttet werden – zur Freude von Schulz-Berendt. Denn auch für ihn gehe es dort um „ein schützenswertes Areal“.


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