Neuer Platz für Nest im Delmetal Nabu will Störche nach Ganderkesee locken

Mit Muskel- und Maschinenkraft richten die Nabu-Mitglieder beim Gut Holzkamp das Storchennest auf einem alten Telegrafenmast auf.Foto: Reiner HaaseMit Muskel- und Maschinenkraft richten die Nabu-Mitglieder beim Gut Holzkamp das Storchennest auf einem alten Telegrafenmast auf.Foto: Reiner Haase

Holzkamp. Das erste Ganderkeseer Storchenpaar soll in Holzkamp nisten. Der Nabu bietet ihm ein Nest mit Komfort in attraktiver Umgebung an.

In den Delmewiesen nahe dem Gut Holzkamp überragt jetzt ein Storchennest die Landschaft. Mitglieder des Naturschutzbundes Ganderkesee haben einen alten Telegrafenmast mit Nisthilfe aufgerichtet und fest eingegraben. Unterstützt wurden sie von Landwirt Herbert Breithaupt, dem Eigentümer des Guts Holzkamp, mit einem Radlader. Breithaupt hatte auch mitgeholfen bei der Suche nach einem Standort, der Störchen freien An- und Abflug bietet.

Bislang kein besiedeltes Nest in Ganderkesee

Der Ganderkeseer Nabu-Vorsitzende Hans Fingerhut berichtet, dass es zurzeit in der Gemeinde Ganderkesee kein besiedeltes Storchennest gibt. Sein Stellvertreter Volker Kropik weist auf deutlich verbesserte Bedingungen hin, seit das Delme-Rückhaltebecken fertiggebaut ist und die Wiesen extensiv bewirtschaftet werden.

Alter Mast war völlig zugewachsen

Der Mast mit Nest hat mehr als 15 Jahre dicht an der Delme gestanden, berichtet der Ganderkeseer Nabu-Vorsitzende Hans Fingerhut. „Es war völlig zugewachsen und nie besiedelt“, ergänzt er. Nabu-Mitglieder haben das Nest mit geschweißtem Eisenkranz und Weidengeflecht runderneuert. Mit einem Buchtmann-Lift wurden auch noch etliche Stöcke als Baumaterial hoch ins Nest befördert.


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