Werke von Wolf E. Schultz Skulpturen glänzen auf ehemaliger Kegelbahn in Hude

Wolf E. Schultz zeigt seine Werke „Der Komponist“ und „Der Gießwächter“ im neuen Huder Skulpturenhaus. Foto: Alexander SchnackenburgWolf E. Schultz zeigt seine Werke „Der Komponist“ und „Der Gießwächter“ im neuen Huder Skulpturenhaus. Foto: Alexander Schnackenburg

HUDE. Mit der Ausstellung „Menschen und Träume“ hat am Samstag das neue Skulpturenhaus in Hude eröffnet. Bürgermeister Lebedinzew sprach von einem „neuen kleinen Highlight für Hude“.

Das neue Huder Skulpturenhaus ist eröffnet. Am Samstag feierte die Ausstellung „Menschen und Träume“ von Wolf E. Schultz zugleich ihre Vernissage in der Klosterremise. Bürgermeister Holger Lebedinzew sprach von einem „neuen kleinen Highlight für Hude“.

Skulpturen stehen, wo Kegel fielen

Im Grunde, charakterisierte Schultz den neuen Ausstellungsort, müsse man von einer „Skulpturenbahn“ statt vom „Skulpturenhaus“ sprechen. Tatsächlich handelt es sich um eine ehemalige Kegelbahn der Klosterschänke, die im Zuge des Umbaus allerdings ihre alten Fenster zurückgewonnen hat, sodass genügend natürliches Licht auf die Kunstwerke fällt.

Die Ausstellung „Menschen und Träume“ zeigt über 30 der mehr als 1000 Skulpturen, die Schultz in den vergangenen vier Jahrzehnten gefertigt hat – und sogar eine Skulptur von 1954: einen kleinen Dinosaurier, den er als Schüler kreierte.

Bronzefiguren neben Holzskulpturen

Fast alle Werke der Ausstellung thematisieren Momentaufnahmen einzelner Personen, darunter die mannhohe Skulptur „An die eigene Nase“ aus Tannenholz. Während Gestalten wie „Herbst“ aus den siebziger Jahren noch eine gewisse Schwermut in sich tragen, lassen etwa die Bronzefiguren „Der Komponist“ und „Der Gießwächter“ einen größeren Interpretationsspielraum beim Betrachter zu. Viele Figuren hat der Künstler aus Mooreiche gefertigt.

Persönliche Skulpturen ähneln Tagebuchseiten

Schultz verglich seine Werke in einer kurzen Ansprache mit Tagebuchseiten: Sie seien ebenso persönlich, und jeder dürfe sie nach seinem Gefühl interpretieren. Die eine, alleinige gültige Betrachtungsweise gebe es nicht – weswegen er sich mit Erläuterungen der eigenen Arbeit auch am liebsten vornehm zurückhalte.

Auf „Menschen und Träume“ folgt „Black and White“

Die Ausstellung „Menschen und Träume“, bei der es neben käuflichen auch Exponate aus Privatsammlungen zu sehen gibt, wird noch bis August im neuen Skulpturenhaus stehen. Schultz, den Bürgermeister Lebedinzew als „kulturtouristischen Botschafter Hudes“ würdigte, wird die „Menschen und Träume“ anschließend durch eine abstraktere Ausstellung mit dem Titel „Black and White“ ersetzen.


Das neue Skulpturenhaus ist samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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