Kein Ruhetag Arbeitseinsatz für gelungenes Silvester

Das Team des Gantero empfängt die Gäste an Silvester mit viel guter Laune. Typisch Gastwirte: Ihnen liegt der Trubel des Silvesterbetriebs eher als eine ruhige Feier. Foto: Antje CznottkaDas Team des Gantero empfängt die Gäste an Silvester mit viel guter Laune. Typisch Gastwirte: Ihnen liegt der Trubel des Silvesterbetriebs eher als eine ruhige Feier. Foto: Antje Cznottka

Ganderkesee. Feiertagsdienste sind für viele Angestellte keine Seltenheit – auch nicht an Silvester. Immerhin muss jemand dafür sorgen, dass unbeschwert und sicher gefeiert werden kann.

Die Feier des Jahres steht bevor. Ein rauschendes Fest mit Feuerwerk, Sekt, gutem Essen und netter Gesellschaft ist geplant. Allerdings muss auch jemand dafür sorgen, dass Silvester und der Neujahrsmorgen reibungslos ablaufen. Gastronomen, Landwirte und Polizisten sind auch an den Feiertagen im Einsatz. Das bedeutet für diese Berufsgruppen aber nicht, dass der Jahresbeginn gar nicht gefeiert wird.

Das Team des Gustav wird an Silvester im Gantero aktiv und kombiniert dort Arbeit und Vergnügen. „Wir lassen uns von der guten Laune der Gäste anstecken oder die Gäste müssen sich von unserer guten Laune mitreißen lassen“, berichtet Eva Köster, Restaurantleiterin im Gustav. „Wenn die Gäste versorgt sind, stoßen wir um null Uhr auch gemeinsam an“, erzählt sie weiter. Am Abend finde sich auch Zeit für einen Abstecher auf die Tanzfläche.

Diese kleinen Pausen seien wichtig. Immerhin arbeitet Kösters Team durch. „Am ersten Januar geht es gleich weiter mit dem Neujahrsbrunch. Wir haben keinen Ruhetag, sondern schlafen abwechselnd“, scherzt sie. Grundsätzlich schätzt Köster den Trubel: „Wir sind immer kribbelig. Das ist die Berufskrankheit der Gastronomen. Wir müssen immer etwas zu tun haben.“

Landwirte wie Rainer Bücking, stellvertretender Vorsitzender des Ortslandvolkverbandes Ganderkesee, haben am Silvesterabend frei. Am Neujahrsmorgen müssen sie allerdings pünktlich im Stall antreten, denn Kuh und Schwein zeigen angesichts leerer Futtertröge wenig Verständnis. „Wir feiern in lockerer Atmosphäre mit Freunden und Kindern“, erklärt Bücking. Dazu gehören auch traditionelles Bleigießen, ein Gläschen Sekt und ein Feuerwerk um Mitternacht.

Sein Neujahrsmorgen beginnt um sieben Uhr. „Eine Aushilfe besorge ich eher für den Morgen nach dem Büttenabend, damit ich ausschlafen kann“, so Bücking. An Silvester würden die Aushilfen selbst feiern. „Nachdem die Tiere versorgt sind, kann man sich ja wieder ins Bett legen“, rät Bücking. Damit das gelingt, bereitet er am 31. Dezember möglichst viel vor. Diese Strategie habe sich bewährt.

Am 1. Januar das Bett hüten wird auch René Mahnke, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei Ganderkesee, nach seiner 12-Stunden-Schicht an Silvester. „Wir versuchen, einen kleinen Blick auf das Feuerwerk zu erhaschen, aber erfahrungsgemäß bleibt keine Zeit zum Feiern“, berichtet er. Von Mitternacht bis sechs Uhr häuften sich die Einsätze. „Dann ist jeder froh, wenn er am Neujahrsmorgen alles zu Papier gebracht hat und in den Feierabend gehen kann“, beschreibt Mahnke.


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