Ganderkesee hinein und he geiht! Faschingsauftakt: Zwischen Be- und Entgeisterung

Von Julia Dutta

Ullis Gang hatte es bei der Eröffnung in Immer schwer beim Publikum. Da halfen auch die Tiermasken nichts. Foto: Thorsten KonkelUllis Gang hatte es bei der Eröffnung in Immer schwer beim Publikum. Da halfen auch die Tiermasken nichts. Foto: Thorsten Konkel

Immer. An einem fehlte es dem Faschingsauftakt gestern Abend in Immer in jedem Fall nicht: Musik, Musik, Musik. Während die „Fußgruppe mit Musik“ das Publikum von den Stühlen holte, musste „Ullis Gang“ trotz skurriler Einlagen kämpfen.

Eine Tänzerin mit Dirndl und einer Schweinemaske auf dem Kopf hat die Bühne des Gasthofs Witte in Immer sicher noch nicht erlebt – bis gestern Abend. Zum Faschingsauftakt hat das Regieteam um Moderator Gerrit Meyer ganz auf Musikacts gesetzt. Zu unruhig war das Publikum in den vergangenen Jahren gewesen, um den Beiträgen von Comedians zu folgen oder sich an Spielen zu beteiligen.

Die Rechnung ging auf: Die „Fußgruppe mit Musik“, bestehend aus Mitgliedern des Festausschusses und des Bühnenaufbaukommandos unter Leitung von Rainer Schwarting holte die Besucher im voll besetzten Saal bei Witte mit Nummern von Jan Delay und Helene Fischer von den Stühlen. Das Programm hatte die Combo exklusiv für den gestrigen Abend geprobt.

Sowohl das scheidende Prinzenpaar Timo I. (Vetter) und Michaela I. (Cordes), als auch die Faschingsaktiven ließen sich von Beginn an mitreißen.

In Erklärungsnöte geriet der neue Landrat Carsten Harings, als Gerrit Meyer seine Faschingskenntnisse auf die Probe stellte. Den Schlachtruf „Ganderkesee – hinein und he geiht“ kannte er noch, bei der Frage nach dem Motto der 64. Session (Fasching ist unser Leben) hörte es trotz Souffleusen aus dem Publikum auf. Und auch den Namen von GGV-Faschingspräsident Uwe Meyer musste er sich vorsagen lassen. Für eine Stimmung zwischen Be- und Entgeisterung sorgte „Ullis Gang“, nach eigenem Bekunden die schlechteste Band Deutschlands. Mit ihrer Stimmungsmusik mit regionalem Touch konnte sie das Publikum nicht restlos überzeugen. Ein Hingucker waren die skurrilen Kostüme: Ob Tänzerinnen mit Tierkopf oder in Putzkittel mit Schal auf dem Kopf – Seltenheitswert hatte der Auftritt in jedem Fall.