16 von 31 Transporten beanstandet Polizei nimmt Tiertransporte in der Region ins Visier

Bei einer Großkontrolle hat die Polizei Tiertransporte ins Visier genommen. Symbolfoto: dpaBei einer Großkontrolle hat die Polizei Tiertransporte ins Visier genommen. Symbolfoto: dpa

Landkreis Oldenburg. Die Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion hat am Dienstag Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt auf Lebendtiertransporte durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt.

Die Kontrollen wurden laut Mitteilung der Polizei in den Bereichen der Polizeiinspektionen Cloppenburg/Vechta, Diepholz und Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch vorgenommen. Insgesamt überprüften die Beamten 31 Tiertransporte, von denen 16 beanstandet wurden. Auffällig war die hohe Anzahl an Überladungen: Elf Tiertransporter waren überladen. In allen Fällen wird geprüft, ob die Stellfläche für die jeweils geladenen Tiere ausreichte. 

2200 Puten und keine Unterlagen

Ein 47-Jähriger aus Barßel fuhr einen Lastwagen mit rund 2200 Jungputen von Emstek nach Goldenstedt, obwohl er weder eine Zulassung als Unternehmer für den Transport hatte noch einen Befähigungsnachweis für den Transport von Tieren vorlegen konnte. Zudem war er nicht im Besitz von Unterlagen, aus denen hervorgeht, welche Tiere er geladen hatte und wann das Fahrzeug zuletzt gereinigt wurde. Den Fahrer erwartet nun ein Bußgeldverfahren.

Fahrer ohne Pausenzeiten

Bei der Kontrolle der Lenk- und Ruhezeiten eines 53-jährigen Fahrers, der 173 Mastschweine von Holdorf zu einem Schlachthof nach Garrel liefern wollte, stellte sich heraus, dass er seit dem Wochenende lediglich vier Stunden am Stück Pause gemacht hatte. Darüber hinaus ergab eine Gewichtskontrolle, dass sein Fahrzeug um 18 Prozent überladen war. Als er dann noch seinen Führerschein lediglich in Kopie vorweisen konnte, wurden die Beamten stutzig. Eine Überprüfung ergab, dass er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Für den Fahrer war damit die Fahrt sofort beendet. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Auch wird der Erlös, den er durch den Transport illegal erwirtschaftet hat, im Rahmen eines sogenannten Vermögensabschöpfungsverfahrens eingezogen.

Falsche Fahrerkarte

Ein Strafverfahren erwartet auch einen 39-Jährigen aus Goldenstedt. Der Laster des Mannes war mit Mastschweinen beladen auf dem Weg von Molbergen nach Garrel. In der Kontrolle wurde festgestellt, dass er eine falsche Fahrerkarte in sein Kontrollgerät gesteckt hatte. Seine Lenk- und Ruhezeiten wurden somit für eine andere Person gespeichert.


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