Günstiger Wohnraum? Ausschuss berät über Nachnutzung des Feuerwehrgrundstücks in Bookholzberg

Was soll mit dem alten Bookholzberger Feuerwehr-Gelände passieren? Archivfoto: Thomas DeekenWas soll mit dem alten Bookholzberger Feuerwehr-Gelände passieren? Archivfoto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Was kommt nach der Feuerwehr auf das Eckgrundstück Brinkmannsweg/Sankt-Florian-Straße in Bookholzberg? Eine Weichenstellung ist an diesem Donnerstag im Ratsausschuss für Wirtschaft und Finanzen zu erwarten.

Der Vorschlag der Gemeindeverwaltung ist klar: Sie plädiert dafür, das Grundstück in Gänze an einen Wohnbauträger zu veräußern, der hier sozial geförderten Wohnraum schafft. Der an die Gemeinde herangetretene Interessent für einen Teil am Nordrand des Grundstücks für die spätere Bebauung mit einem Einfamilienhaus würde damit leer ausgehen. Das Votum des Fachausschusses bereitet die endgültige Entscheidung über die Teil- oder Komplettveräußerung im Verwaltungsausschuss Anfang Dezember vor.

Neubaupläne an der Sankt-Florian-Straße werden spruchreif, wenn die Bookholzberger Feuerwehr in den geplanten Neubau am Rand des Gewerbegebiets umgezogen ist. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung deckt sich mit der Absicht der GSG Oldenburg, auf das 3000 Quadratmeter große bisherige Feuerwehrgrundstück zwei zweigeschossige Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht kleineren Wohnungen für eine bis drei Personen zu setzen, eventuell jeweils auch eine Wohnung für vier Personen. „Auf jeden Fall werden alle Wohnungen nach den Förderkriterien der N-Bank errichtet und sind für Bewohner mit geringem Einkommen konzipiert“, heißt es seitens des GSG-Architekten. Eine Teilveräußerung könnte nach Einschätzung der Gemeindeverwaltung das Projekt sozialer Wohnungsbau in diesem Bereich in Gänze gefährden.

Der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen tagt ab 18 Uhr im Rathaus. In weiteren Tagesordnungspunkten geht es um wiederverwertbare Einkaufstaschen, um die Ausschreibung der Strom- und Erdgasversorgung ab 2021, um stellvertretende Leitungsposten in größeren Kitas und um den Haushaltsplan 2020. 


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